Gähnende Leere herrscht aktuell noch auf den Veranstaltungstafeln der Stadt.
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Gähnende Leere herrscht aktuell noch auf den Veranstaltungstafeln der Stadt.

Ausgefallene Traditionstermine im Jahr 2020

„Das fürchterlichste Veranstaltungsjahr“ für Bad Tölz

Leonhardifahrt, Märkte, Rosentage: Vergangenes Jahr fielen viele traditionelle Tölzer Veranstaltungen Corona zum Opfer. Trotzdem gab es auch ein paar Lichtblicke.

Bad Tölz – Weder Oster- noch Christkindlmarkt, keine Leonhardifahrt, keine Rosentage und kein Herbstzauber: Bad Tölz musste im vergangenen Jahr coronabedingt jede Menge Traditionstermine absagen. „Das war das fürchterlichste Veranstaltungsjahr, das ich je erlebt habe“, bilanzierte die stellvertretende Kurdirektorin Susanne Frey-Allgaier in der jüngsten Kurausschuss-Sitzung des Stadtrates.

Trotzdem habe man noch „erstaunlich viel angeboten“, wie etwa 65 Konzerte in der Reihe „Stadt mit der besonderen Note“ und die neuen Pop-up-Konzerte, die weiterhin stattfinden sollen. Zudem konnten Wochen- und Bauernmärkte das ganze Jahr über uneingeschränkt stattfinden, auch gab es einen kleinen Herbstmarkt am Jungmayrplatz mit zumindest einem verkaufsoffenen Sonntag. Auch das Thomas-Mann-Festival und der digitale Adventskalender an der Isarbrücke fanden statt. In Zusammenhang mit der Eröffnung des Thomas-Mann-Weges im Jahr 2019 steht auch die Lese-Oase am Klammerweiher. Dort wurde eine Telefon- in eine Bücherzelle umfunktioniert. Besucher können Bücher ausleihen und selbst ablegen..

Pauschalangebote mussten großteils storniert werden

Vom Frühjahr auf Oktober verschoben werden musste vergangenes Jahr die seit sieben Jahren angebotene vegane Auszeit „Tölzer Veg“. Innerhalb eines Monats fanden 57 Veranstaltungen von fleischlosen Kochkursen bis Yoga statt. Auch bei den Stadtführungen gab es Einschränkungen, statt 323 (im Jahr 2019) fanden im Vorjahr nur 194 statt. Auch Pauschalangebote, wie für die Leonhardifahrt und für Eishockeyspiele mussten bis auf 50 storniert werden.

Noch Glück hatten die Kachelofenbauer, die seit Jahren in Bad Tölz tagen. Sie waren die letzten, die im Februar im Kurhaus zusammenkamen, anschließend „gab es nichts mehr“, wie Frey-Allgaier sagte.

Erheblicher Rückgang bei der Gästekarte

Seit Anfang 2019 können mit der Kur- und Gästekarte auch die RVO-Buslinien beispielsweise nach Tegernsee, Lenggries oder Kochel kostenlos genutzt werden. Auch hier gab es 2020 einen erheblichen Rückgang, wobei die (wenigen) Gäste wohl auch aus Angst vor Ansteckung öffentliche Verkehrsmittel mieden. Veränderungen fanden auch bei den BKK-Aktivwochen statt, die früher in Zusammenarbeit mit dem Sport-Studio Hirsch durchgeführt wurden. Nach der Schließung des Zentrums für Gesundheit und Sport an der Bockschützstraße wurden die Programme zur Gesundheitsförderung ins Vitalzentrum an der Ludwigstraße verlagert. 2020 verzeichnete man einen Teilnehmerrückgang von über 43 Prozent auf 354.

Eingang in den Bericht fand auch das Stadtmuseum, das 2020 von Mitte März bis 11. Mai und dann wieder ab 1. November geschlossen war. Dennoch wurde dort die Neukonzeption unter Hochdruck vorangetrieben, so Frei-Allgaier. Vier Ausstellungen gab es, unter anderem von Winzerer-Zeichner Hans Reiser. Führungen gab es lediglich vier und auch die beliebten Hochzeiten im historischen Sitzungssaal wurden nur vier Mal angeboten. Unter der Pandemie hatte auch die Kurbücherei zu leiden, die mit Ausnahme des Tags der offenen Tür keine Veranstaltungen durchführen konnte. (Karl Bock)

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