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„Das Heftigste, was ich erlebt habe“ - Tölzer Christkindlmarkt startet mit hohem Besucheransturm

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Von: Melina Staar

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Jede Menge los: Am verkaufsoffenen Sonntag besuchten zahlreiche Menschen den Tölzer Christkindlmarkt.
Jede Menge los: Am verkaufsoffenen Sonntag besuchten zahlreiche Menschen den Tölzer Christkindlmarkt. © Bock

Geschätzt über 20 000 Menschen nutzen verkaufsoffenen Sonntag und besuchen den Christkindlmarkt in der Tölzer Markstraße. Der Nachholbedarf der Menschen ist wohl groß.

Bad Tölz – Unzählige Menschen drängten sich am Sonntagnachmittag durch die Tölzer Marktstraße. Der Christkindlmarkt in Kombination mit dem verkaufsoffenen Sonntag sorgte für ein reges Treiben. „Das war das Heftigste, was ich erlebt habe, seit ich das mache“, bilanziert Susanne Frey-Allgaier, Stellvertretende Kurdirektorin. In Zahlen sei es zwar immer schwer zu beziffern. Sie schätzt aber, dass bestimmt 20 000 bis 25 000 Menschen – „wahrscheinlich mehr“ – im Laufe des Tages durch die Marktstraße flanierten. „Auffällig war, dass die Leute nach dem Ende des verkaufsoffenen Sonntags nicht heimgegangen sind, sondern um 18 Uhr die Stände dicht belegt waren.“ Die meisten seien geblieben, um zu essen oder einen Glühwein zu trinken. Auch die Resonanz, die sie von den Händlern bekommen habe – dass das Kleingeld oder Semmeln und Würstl ausgegangen seien – sei ein Indiz, dass es diesen Andrang selten gab. „Denn das sind alles Profis, die wissen, wie viel sie brauchen. Das sind Indikatoren, dass es deutlich mehr Menschen waren, als man in den kühnsten Träumen erwartet hätte.“ Auch die Parkplätze seien an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen.

Woran das wohl lag? „Ich glaube, die Leute haben einen enormen Nachholbedarf“, so Frey-Allgaier. Viele würden sagen: „Endlich wieder Christkindlmarkt.“ Genauso sei es an Leonhardi gewesen, auch da sei das Aufatmen deutlich zu spüren gewesen. Die zwei kargen Jahre würden sich bemerkbar machen.

„Leute haben Nachholbedarf“

Trotz des Regens waren auch Freitag und Samstag gut besucht, sagt Frey-Allgaier. „Am Samstag waren viele Busse da.“ Auffällig sei gewesen, dass am Sonntag viele Einheimische da waren. „Viele junge Leute und Familien.“ Das hat auch Camilla Plöckl beobachtet. Sie verkaufte am Wochenende Lose am AWO-Stand. Sie berichtet: „Es war unendlich viel los.“ Im Laufe des Nachmittags wurde die zweite Losverkäuferin neben Plöckl an den ebenfalls von der AWO betriebenen Glühweinstand beordert, weil der Andrang so groß war. Die meisten Produkte waren am Ende des Tages ausverkauft. Auch die Lose habe man ihr nur so aus den Händen gerissen: „Eine Dame hatte bei zehn Losen gleich acht Gewinne. Ein Herr hat 50 Lose gekauft, ein anderer 20. Das ist wirklich eine super Sache.“ Denn der Erlös aus dem Losverkauf kommt örtlichen Vereinen und Organisationen zugute.

Ansturm auf Kinderpunsch und Reiberdatschi

Kinderpunsch und Reiberdatschi seien im Laufe des Tages ausgegangen, heißt es von einem anderen Stand. Julia Bauer, die sowohl im Süßigkeiten-Stand als auch im Feuerzangenbowle-Stand der Familie Kaiser zu finden ist, berichtet: „Wir sind fast nicht mehr hinterhergekommen.“ Sie findet das toll. „Wir sind froh, dass was los ist. Die Leute waren alle zufrieden.“ Die Schlange am Süßigkeitenstand sei teilweise extrem lang gewesen. Ausgegangen ist trotzdem nichts: „Es hat alles perfekt funktioniert. So kann es weitergehen“, sagt sie lachend.

Ein „super Einstieg“ in die Christkindlmarkt-Zeit, bilanziert Frey-Allgaier. Für den weiteren Verlauf rechnet sie mit weiteren guten Besuchszahlen an den Wochenenden. Denn dann sind auch stets Aktionen geplant, wie etwa der Besuch des Nikolaus und der Krampuslauf. Über die gute Resonanz freut sie sich, weil es „allen zugute kommt: Der Hotellerie, der Gastronomie, dem Handel. Das hat man am Sonntag gut gesehen.“

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