Beim Pressegespräch wurden Perspektiven und Pläne für das neue Schuljahr vorgestellt.
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Beim Pressegespräch wurden Perspektiven und Pläne für das neue Schuljahr vorgestellt.

Pressegespräch

Das soll das kommende Schuljahr bringen

  • Patrick Staar
    VonPatrick Staar
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Was erwartet die Schüler im neuen Schuljahr? Was ist erlaubt und was verboten? Dies erläuterten die Schulrätinnen Ute Hübner und Petra Burkhardt im Rahmen einer Pressekonferenz.

Versorgung mit Lehrern

Die Versorgung mit Lehrern sei „zufriedenstellend“, sagt Petra Burkhardt. „Der Pflichtunterricht kann so abgedeckt werden.“

Förderung durch externe Lehrer

Das Förderprogramm „gemeinsam Brücken bauen“ des Kultusministeriums setzt auf Lernförderung, auch durch externes Personal. Für den ganzen Landkreis stehen laut Burkhardt dafür 160 Stunden pro Woche zur Verfügung. Je Schule bieten ein bis drei Personen diesen Förderunterricht an, darunter viele Lehramtsstudenten, die sich etwas dazuverdienen wollen. So konnte beispielsweise Förderunterricht in den Sommerferien angeboten werden.

Digitalisierung in Schulen

„Die Digitalisierung wird im nächsten Schuljahr noch mal forciert“, sagt Ute Hübner. „Durch Corona haben wir festgestellt, dass wir die Schulen noch besser unterstützen müssen. Sollte es noch mal zum Distanzunterricht kommen, müssen wir gut aufgestellt sein.“ Digitalisierung solle aber auch ein fester Bestandteil des Regelunterrichts werden. Die Schüler sollen den Umgang mit den Geräten lernen, für Datenschutz sensibilisiert werden und Computer gezielt fürs Lernen einsetzen können.

Luftfiltergeräte in Klassenzimmern

„Wir haben da weder Einfluss noch Zugriffsrecht“, sagte Petra Burkhardt. „Die Anschaffung ist Sache jeder einzelnen Gemeinde.“ Sie habe keinen Überblick, wie der Stand in den einzelnen Schulen ist. Sie wisse nur, dass die Gemeinde Icking ihre Grundschule mit Luftfiltergeräten ausstatten will. Fördergelder des Freistaats seien vorhanden, in der Regel gebe es aber weniger als 100 Prozent Zuschuss.

Was ist im Unterricht erlaubt ?

Was im Sport- und Musik-Unterricht erlaubt ist, wird im Rahmen-Hygieneplan festgelegt – der allerdings noch nicht veröffentlicht wurde. „Zuletzt waren Regelungen großzügiger“, sagt Burkhardt. Bei Gruppenarbeit müsse man auch nicht unbedingt Kopf an Kopf sitzen.

Maskenpflicht im Unterricht

In den ersten Wochen nach den Sommerferien gilt im Unterricht Maskenpflicht. Ab der 5. Klasse müssen die Schüler OP-Masken tragen, in der Grundschule reichen Stoffmasken.

Nachholen von versäumtem Lernstoff

„Von den Lehrkräften bekommen wir die Rückmeldung, dass kein Lernstoff liegen geblieben ist“, sagt Petra Burkhardt. Die Grund- und Mittelschulen seien seit jeher geprägt von großer Leistungsunterschieden: „Unsere Lehrer sind geschult, auf diese Heterogenität einzugehen. Zum Beispiel, indem sie unterschiedliches Lernmaterial zur Verfügung stellen.“ Die größere Baustelle ist ihrer Ansicht nach „das soziale und emotionale Miteinander“.

Entwicklung der Schülerzahlen

Die Schülerzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert, sie steigt von 6023 auf 6071. Den deutlichsten Zuwachs verzeichnen die Mittelschulen mit einem Plus von 150 Schülern. „Die genauen Ursachen kennen wir nicht“, sagt Petra Burkhardt. „Vermutlich hängt es ein Stück weit mit Corona zusammen, dass der eine oder andere an die Mittelschule zurückkehrt.“

Trotzdem gehe der Trend eindeutig weiter in Richtung Realschule und Gymnasium: „Dorthin wechseln sehr, sehr viele Schüler.“ Die Zahl der Schulanfänger an staatlichen Schulen (1121) ist fast identisch mit der Vorjahreszahl (1114). Die durchschnittliche Klassengröße liegt in der Grundschule bei 21,47 (Vorjahr 21,7) und in der Mittelschule bei 21,28 (21,5). Sie gehen in 289 Klassen (Vorjahr 290).  

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