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Der Beginn einer neuen Tradition: Neujahrskonzert der Tölzer Musikschule

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Mit großer Leidenschaft boten die Lehrkräfte der Tölzer Musikschule Schuberts Oktett dar (v.li.) Elisabeth Heuberger, Bettina Schumacher, Ines Köthnig, Emil Bekir, Max Fraas, Simon Zehentbauer, Katharina Schwab und Schulleiter Harald Rossberger (Klarinette).
Mit großer Leidenschaft boten die Lehrkräfte der Tölzer Musikschule Schuberts Oktett dar (v.li.) Elisabeth Heuberger, Bettina Schumacher, Ines Köthnig, Emil Bekir, Max Fraas, Simon Zehentbauer, Katharina Schwab und Schulleiter Harald Rossberger (Klarinette). © Birgit Botzenhart

Bei ihren ersten Neujahrskonzert begeisterte die Tölzer Sing- und Musikschule das Publikum im Kurhaus. Auf dem Programm stand Schubert.

Bad Tölz – Bad Tölz hat jetzt ein Neujahrskonzert. Schuberts Oktett setzte den Auftakt und wurde ein umjubelter Erfolg. Die Aufführenden, alles Lehrkräfte der Tölzer Musikschule, boten das beliebte Meisterwerk der Kammermusik nicht nur mit Professionalität, sondern mit großer Leidenschaft dar.

Die Freude der Aufführenden überträgt sich von Anfang an aufs Publikum

Die musikalische Ouvertüre des neuen Jahres begann verhalten und hinterfragend, doch bald setzte sich Dur energisch durch. Die Länge des Oktetts von rund einer Stunde wurde nach der Uraufführung 1824 im Wiener Musikverein kritisiert. Im Kurhaus verging die Zeit aber wie im Flug. Die Freude der Aufführenden an ihrem Zusammenspiel und an dem wunderbaren Stück übertrug sich vom ersten Takt an aufs Publikum. Die Musiker hielten mit Blicken und Körpersprache Kontakt und zeigten sich als eingespieltes Ensemble. Gilt schon das Streichquartett als höchste Gattung der Kammermusik, umso bewundernswerter ist das Zusammenspiel von fünf Streichern und drei Bläsern.

Hinreißende Darbietung der Musikerinnen und Musiker

Wunderbare Spannung erzeugten die Acht durch den virtuosen Wechsel von zurückhaltend leise bis mitreißend kraftvoll. Das Werk, das Schubert in enger Anlehnung an Beethovens bekanntes gleichnamiges Stück komponiert hatte, stellte in den folgenden Sätzen besondere Zusammenklänge einzelner Instrumente hervor, die in einem großen Orchester nicht so leicht hörbar wären.

Der letzte Satz weist aber den Weg zu den künftigen großen Symphonien, wie der Komponist selbst geschrieben hatte. Mit geschlossenen Augen wäre auch ein kleines Orchester zu vermuten gewesen. Nach dem langen, begeisterten Schlussapplaus setzte das Ensemble als Zugabe noch mal an mit dem lebendigen dritten Satz. Die abwechselnden Takte aus zurückhaltender Melodie in Piano und fröhlich dahinstürmend in Forte wurden von den Musikerinnen und Musikern hinreißend dargebracht.

Dank für das Durchhaltevermögen in Zeiten der Pandemie

Diesen hatte der städtische Kulturreferent Christof Botzenhart in seinen einleitenden Worten für ihr Durchhaltevermögen gedankt. Zweimal hatte die Aufführung wegen der Pandemie verschoben werden müssen. Die Künstler organisierten sich die Probezeiten als Oktett in höchst schwieriger Zeit, weil sie als Lehrkräfte an der Musikschule mit immer neuen Beschränkungen des Präsenzunterrichts zu rechnen hatten.

Das alte Jahr klang mit dem Weihnachtskonzert der Tölzer Stadtkapelle aus, das neue hat mit dem Neujahrskonzert der Tölzer Musikschule begonnen. Tölz ist wahrlich die Stadt mit der besonderen Note. Mit dem Neujahrskonzert kann nun in Bad Tölz eine neue Tradition beginnen. Der musikalische Reichtum der Stadt bietet eine Vielfalt an wunderbaren Programmmöglichkeiten.

Das Konzert wird noch einmal am Mittwoch, 5. Januar, ab 19.30 Uhr aufgeführt. Karten zu 24 Euro (ermäßigt 18) bei der Tourist-Info und über die Sing- und Musikschule. (bib)

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