Franz Dorfmeister †
+
Franz Dorfmeister †

Nachruf

Der Tölzer Franz Dorfmeister ist kurz vor seinem 94. Geburtstag gestorben

Am Samstag, den 10. Oktober, ist Franz Dorfmeister verstorben. Im Tölzer Land hat er zu Lebzeiten viel bewirkt.

Bad Tölz – Sein Bruder Gregor, bekanntlich früher Redaktionschef des Tölzer Kurier, staunte schon immer über dieses seltene Glück, dass drei Brüder in den Krieg ziehen mussten und alle drei gesund zurückkehrten. Alle drei wurden zudem steinalt. Der Jüngste, Gregor, starb 2018 88-jährig. Nun ist Franz Dorfmeister kurz vor seinem 94. Geburtstag gestorben. In München lebt noch, 96-jährig, der Älteste der drei Dorfmeister-Brüder, Lothar.

„Aufrichtig, geradlinig“

Befragt, was seinen Vater charakterisierte, sagt Sohn Manfred: „Er war aufrichtig und geradlinig und hat immer versucht, gerecht zu sein.“ Diese Eigenschaften hat der langjährige Personalchef, Bauamts- und Geschäftsstellenleiter im Tölzer Landratsamt gut gebrauchen können. Als er 1989 ausschied galt er als „Institution“. Als Tölzer CSU-Stadtrat hat Dorfmeister schwere Zeiten und harte Kämpfe erlebt und ist sich, so sagen Weggenossen, dabei immer treu geblieben. 1996 erhielt er die Silberne Bürgermedaille.

Was sein Leben über die Familie hinaus bestimmt hat, waren die Hobbys. Die Fliegenfischerei, zum anderen die Liebe zu den Bergen. Mit Bruder Gregor unter anderem erkundete er immer wieder die Bergwelt auf der Insel Kreta. Dass er den Mont Blanc, den höchsten Alpengipfel, erstiegen hat, darauf war er auch, als die Kräfte nachließen, stolz.

Tölzer Hütte spielte große Rolle für ihn

In seiner Erinnerungen, so erzählt Sohn Manfred, spielte bis zuletzt auch die Tölzer Hütte eine große Rolle. Deren Hüttenwart war das Alpenvereinsmitglied viele Jahre lang. Dorfmeister hat noch erlebt, wie die beliebte Hütte mit Mulis mit allem Nötigen versorgt werden musste. Erst 1970 konnte die gegen viele Widerstände erkämpfte Materialseilbahn eröffnet werden. Dorfmeister hat zahlreiche Erneuerungen an der Hütte mitinitiiert.

Er konnte zu Hause sterben

Im Juni hatte der 93-Jährige noch einen Schenkelhalsbruch überstanden, berichtet sein Sohn. Er sei aber zunehmend gebrechlicher geworden. Dank seiner Frau Sieglinde und der Familie sei es aber möglich gewesen, dass er bis zuletzt daheim sein und dort am Samstag sterben durfte.

Requiem ist am Mittwoch, 14. Oktober 2020 um 9 Uhr in der Pfarrkirche. Um 11.15 Uhr folgt die Beerdigung.

Lesen Sie auch: Nachruf: Trauer um Uhrmacher und Krippenfreund Siegfried Schmeller aus Bad Tölz

Auch interessant

Kommentare