+
Diana Meßmer (hinten, li.) wurde vor allem für ihr Engagement bei den Junior-Rangern – das Bild zeigt eine Gruppe – ausgezeichnet. 

Auszeichnung

Leidenschaft Umweltschutz

Große Ehre für Diana Meßmer aus Bad Tölz: Umweltministerin Ulrike Scharf hat sie mit dem „Grünen Engel“ geehrt. 

Bad TölzSchon mit 16 Jahren malte Diana Meßmer in ihrem Heimatort Bad Heilbrunn Plakate und hängte sie auf, um zur Mülltrennung zu animieren. Auch die ersten Papiersammlungen organisierte sie mit. Ob die Aktionen damals erfolgreich waren, weiß sie zwar im Detail nicht mehr, aber ihrer Herzensangelegenheit Umweltschutz ist sie bis heute treu geblieben. Am Mittwoch wurde die 57-Jährige, die nun in Bad Tölz lebt, von der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf mit dem „Grünen Engel“ ausgezeichnet.

Diese Ehrung gibt es für vorbildliche Leistungen und langjähriges, nachhaltiges, ehrenamtliches Engagement im Umweltbereich. Vorgeschlagen wurde die Sozialpädagogin von Franz Steger von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt.

„Ich bin seit 40 Jahren ehrenamtlich unterwegs“, sagt Meßmer. Dabei habe sie immer die Natur im Blick gehabt, „und es ist mir wichtig, das auch weiterzugeben“. Den „Grünen Engel“ nehme sie aber „nur stellvertretend entgegen, für alle, die in unserer Kreisgruppe vom Bund Naturschutz tätig sind“. Diana Meßmer selbst fungiert im Vorstand der Kreisgruppe als Beisitzerin.

Geehrt wurde sie vor allem für ihr Engagement bei den Junior-Rangern. Dieses Ferienpass-Projekt des BN richtet sich an Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. In enger Zusammenarbeit mit den Isarrangern des Landkreises ist Meßmer mit den Kindern bei jedem Kurs drei bis vier Tage lang an der Isar unterwegs. „Sie ist seit Anfang an für die pädagogische und detaillierte Programmausarbeitung zuständig“, heißt es in der Laudatio der Ministerin. Bei dem Angebot werde „die nachhaltige Entwicklung am Schnittpunkt von Ökologie, Kultur und Ökonomie vermittelt“. Dies geschehe bei Aktionen wie Mäharbeiten und Müllsammeln, aber auch bei Abwasseruntersuchungen zur Bestimmung der Wasserqualität.

„Naturerlebnisse sammeln, die sich bei den Kindern so verankern, dass sie es bewahren wollen“, das ist das Anliegen von Diana Meßmer. Sie ist selbst Mutter zweier erwachsener Töchter. „Wir sollten unsere Kinder dazu erziehen, einfach zu leben, Dinge selber zu machen, selber anzupflanzen und Energie zu sparen.“ Sei es bei den sogenannten Selbstversorger-Äckern oder in Plastikfrei-Läden – Diana Meßmer engagiert sich.

Hauptberuflich arbeitet sie in der Familienhilfe, im Nebenjob ist sie als Umweltreferentin für den Bund Naturschutz tätig. Sie hat eine Zusatzausbildung als Erlebnispädagogin und organisiert Exkursionen. (Ines Gokus)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Tölz live: Unschöne Hinterlassenschaften an der Isar
Kleiner Blechschaden da, großer Stau dort, eine Gewitterfront zieht an, ein tolles Konzert startet in Kürze. Hier gibt‘s unseren Newsblog direkt aus der Redaktion.
Tölz live: Unschöne Hinterlassenschaften an der Isar
„Größte Kulturveranstaltung Deutschlands“: Das bietet der Tag des offenen Denkmals
Die Schatzkammern des Landkreises öffnen sich: Der Tag des offenen Denkmals am 9. September wartet heuer mit einer Reihe neuer Attraktionen auf.
„Größte Kulturveranstaltung Deutschlands“: Das bietet der Tag des offenen Denkmals
Vermisster Wanderer: Suche der Freiwilligen konzentriert sich auf Benediktenwand
Die Suche nach dem erfahrenen Wanderer aus Kanada geht weiter. Neue Hinweise grenzen den Bereich weiter ein. Seit 2. August gilt er als vermisst. Alle aktuellen Infos im …
Vermisster Wanderer: Suche der Freiwilligen konzentriert sich auf Benediktenwand
Aiwanger: „Ich möchte nicht, dass die AfD so stark wird, dass Bayern schwarz-grün regiert wird“
Die Freie Wähler luden zum politischen Nachmittag ihren Anführer Hubert Aiwanger ins Lenggrieser Bierzelt ein. Der ließ wie gewohnt klare Worte folgen. 
Aiwanger: „Ich möchte nicht, dass die AfD so stark wird, dass Bayern schwarz-grün regiert wird“

Kommentare