„Ich will dafür Sorge tragen, dass die Anliegen meiner Mitschüler gehört werden“, sagt Bezirksschülersprecherin Regina Wallner.
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„Ich will dafür Sorge tragen, dass die Anliegen meiner Mitschüler gehört werden“, sagt Bezirksschülersprecherin Regina Wallner.

Oberbayerische Bezirksschülersprecherin

Tölzer Schülerin ist Verbindungsglied zur Politik

Die neue Bezirksschülersprecherin kommt aus dem Landkreis. Im Interview stellt sich Regina Wallner, Schülerin der Tölzer Berufsschule, vor.

Bad Tölz - Die beruflichen Schulen, Mittelschulen sowie Förderschulen in Oberbayern haben kürzlich neue Bezirksschülersprecher gewählt – aufgrund der Corona-Auflagen erstmals in Videokonferenzen. Das Amt der stellvertretenden Bezirksschülersprecherin ging dabei in den Landkreis, genauer gesagt an Regina Wallner (18), Schülerin der Staatlichen Berufsschule Bad Tölz-Wolfratshausen. Sie macht eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Ab dem kommenden Jahr will sie parallel dazu BWL studieren. Im Interview mit dem Tölzer Kurier berichtet sie über Aufgaben und Ziele.

Frau Wallner, wie sind Sie dazu gekommen als Bezirksschülersprecherin zu kandidieren?

Zunächst wurde ich zur Klassen- und Schulsprecherin gewählt. Schon damals war ich sehr erstaunt über meinen Wahlsieg, da ich bisher noch nie eine derartige Aufgabe übernommen habe. Gefreut habe ich mich aber trotzdem. Als Schülervertretung der Berufsschule Bad Tölz konnte ich mich dann auf der vergangenen Bezirksaussprachetagung für das Amt aufstellen lassen, und es hat geklappt.

Gab es einen bestimmten Grund, warum Sie sich vorstellen konnten, das Amt zu übernehmen?

Eigentlich nicht. Ich war ja bis zu diesem Jahr wie gesagt noch nie Klassensprecher. Allerdings habe ich in meiner derzeitigen Klasse ein gutes Verhältnis zu meinen Mitschülern und Lehrern. Das ist sehr wichtig, denke ich. Ich habe dabei schon als Klassen- und Schülersprecherin gemerkt, dass ich gerne für meine Mitschüler eintrete. Es macht mir unglaublich viel Spaß und ist eine gute Sache. Als stellvertretene Bezirksschülersprecherin hat man aber natürlich noch einmal mehr Einfluss, den würde ich nun auch gerne nutzen.

Wie ist Ihr neues Amt mit Schule und ihrem Ausbildungsbetrieb vereinbar?

Im Prinzip fallen zwei Bezirksaussprachetagungen pro Jahr an. Die vergangene wurde online abgehalten. Am Tag selbst hatte ich aber keine Schule, weshalb ich kein schulfrei brauchte. Mein Betrieb hat mir sogar einen Laptop zur Verfügung gestellt, damit ich teilnehmen kann. Ich würde also sagen, dass beide Parteien mir sehr entgegenkommen. Freigestellt würde ich also im Notfall werden.

Was sind Ihre Aufgaben als stellvertretende Bezirksschülersprecherin?

In erster Linie nehmen wir Anträge von anderen Schülersprechern an und geben sie an die Regierung weiter. Wir haben da auch extra eine WhatsApp-Gruppe, in der jeder sein Anliegen schreiben kann. Wir sind so gesehen ein Verbindungsglied zur Politik.

Welche Ziele haben Sie sich gesetzt? Was würden Sie durch Ihr Amt gerne verändern?

Bezogen auf meine eigene Schule würde ich mich gerne dafür einsetzen, dass weniger Stegreifaufgaben pro Tag geschrieben werden dürfen. Aktuell ist in jeder Stunde eine möglich. Viele Schüler belastet das allerdings. Ansonsten würde ich einfach gerne die Anliegen meiner Mitschüler zur Sprache bringen und dafür Sorge tragen, dass sie gehört werden.

Die Fragen stellte Anna Nagy

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