Tragen Helm statt Mütze: Die beiden Fahrradpolizisten Polizeioberkommissarin Ramona Schmid (li.) und Polizeioberwachtmeister Giovanni Cabibbo.
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Tragen Helm statt Mütze: Die beiden Fahrradpolizisten Polizeioberkommissarin Ramona Schmid (li.) und Polizeioberwachtmeister Giovanni Cabibbo.

Auf Fahrradstreife

Die Tölzer Polizei ist auch mit dem E-Bike unterwegs: „Kommt gut an“

  • VonElena Royer
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Die Polizisten der Tölzer Inspektion sind mittlerweile auch auf dem Fahrrad anzutreffen. Bisher würden die radelnden Beamten gut in der Kurstadt ankommen.

Bad Tölz – Nicht nur mit dem Streifenwagen ist die Polizei in Bad Tölz unterwegs. Die Beamten sind auch auf Fahrrädern, genauer gesagt auf E-Bikes, anzutreffen. „Das kommt bei den Bürgern gut an“, sagt Polizeioberkommissarin Ramona Schmid. „Der Kontakt ist enorm, jeder will ins Gespräch kommen.“ Ihr Kollege, Polizeioberwachtmeister Giovanni Cabibbo, ergänzt: „Uns hat gewundert, wie gut das bei den Bürgern ankommt.“ Die elektrischen Fahrräder auf der Dienststelle Bad Tölz gibt es seit dem Jahr 2017. „Mit der Zunahme von E-Bikes haben wir auch die Fahrradstreife ausgebaut“, erklärt Hauptkommissar Lars Werner von der Tölzer Inspektion. „Trotzdem sind wir nach wie vor auf Streifenwagen angewiesen, da der Einsatz der Radstreife natürlich wetter- und personalabhängig ist.“

„Die Hemmungen, mit uns zu sprechen, fallen“

Wenn es die Personalstärke hergibt, beginnt der Einsatz der Fahrradstreife laut Schmid gegen 7.30 Uhr. „Wir fahren zu Schulzeiten erst mal den Schulweg ab, das ist natürlich toll für die Kinder, aber auch die Eltern haben oft Fragen, mit denen sie sich an uns wenden. Die Hemmungen, mit uns zu sprechen, fallen, wenn wir mit dem Rad unterwegs sind.“ Ansonsten betreiben die Fahrradpolizisten „ganz normale Polizeiarbeit“, wie sie es nennen. „Wir machen auch Verkehrskontrollen und sind im innerstädtischen Bereich, aber auch in Lenggries, auf den Isarradwegen und in den Naturschutzgebieten unterwegs“, erklärt Schmid. „Mit dem Rad ist es sehr praktisch, weil wir an Orte gelangen, wo man mit dem Auto nicht so leicht hinkommt. Es ergänzt den Streifenwagen.“ Cabibbo sagt: „Der Vorteil ist, dass uns die Bürger bei Verkehrskontrollen nicht sofort erkennen, wenn wir auf dem Rad unterwegs sind.“ Einen Schwerpunkt auf die Kontrolle von Radlern gibt es aber nicht: „Wir sind breit gefächert, aber machen auch Schwerpunktaktionen“, sagt Lars Werner.

Polizisten auf E-Bikes in Tölz unterwegs

Ausgerüstet sind die Polizisten der Fahrradstreife wie jeder andere Polizist auch. „Wir haben unsere Schusswaffe, Pfefferspray, den Einsatzstock, eine Kamera, eine Bodycam, Strafzettel und Alkoholtests dabei. Der einzige Unterschied ist, dass wir statt einer Mütze Helm tragen“, erklärt Cabibbo. Die Fahrradpolizisten sind aber nicht in zivil unterwegs. „Wir wollen den Kontakt zu den Bürgern und wir wollen, dass die Bürger jemanden zum Ansprechen haben“, erklärt Schmid. Ob Dienststellen eine Radstreife einsetzen, bleibt ihnen laut Lars Werner selbst überlassen. „Ich denke aber, dass es in den nächsten Jahren immer mehr geben wird. Man muss mit der Zeit gehen.“

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