Für 9,4 Millionen Euro

Diese Investitionen plant die Stadt

Der Bau des Spa, sozialer Wohnungsbau, aber auch interessante städtebauliche Verschönerungen stehen 2017 auf der Agenda der Stadt und sind – das Wichtigste – auch finanzierbar.

Bad Tölz – 9,4 Millionen Euro will die Stadt heuer investieren. Fünf davon kommen aus dem Verwaltungshaushalt. Der Rest wird im Wesentlichen über Grundstücksverkäufe (1,4 Millionen), Rücklagen (0,6 Millionen) und Darlehen (1,8 Millionen) finanziert. Wobei: Der Kredit über 1,8 Millionen Euro für sozialen Wohnungsbau (18 Einheiten) an der Osterleite ist dank der Konditionen (zinsfrei, 10 Jahre Laufzeit) geradezu ein Muss.

Erstmals steht im Haushaltsjahr 2017 das neue Spa „Natura Tölz“ auf der Ausgabenliste. 200 000 Euro sind für die Planung angesetzt. Baubeginn soll 2019 sein. Kämmerer Hermann Forster erläuterte im Finanzausschuss, dass die geschätzten zwölf Millionen Euro Kosten mit fünf Millionen aus dem Haushalt finanziert werden. Die restlichen sieben Millionen sollen über Grundstücksverkäufe aufgebracht werden. Das Hotelgrundstück an der Arzbacher Straße reicht dafür natürlich nicht. Forster ließ sich auf Nachfrage von Richard Hoch (Grüne) aber nicht in die Karten blicken, welche Flächen noch veräußert werden sollen.

Spannend klangen die Haushaltsansätze für Projekte, die den Stempel tragen: „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept“. Das ISEK ist künftig Voraussetzung für staatliche Fördermittel. Die Stadt Tölz arbeitet schon eine ganze Weile an diversen Projekten. Der vor vielen Jahren von Studenten formulierte Wunsch eines Flussbads wird zwar nicht in Erfüllung gehen. Aber die Aufenthaltsqualität an der Isar soll steigen, zum Beispiel durch Sitzstufen am Ufer im Taubenloch. Dafür sind heuer 70 000 Euro im Haushalt verplant.

Auch eine andere ISEK-Idee ist uralt und wurde immer wieder auf die lange Bank geschoben: Die Isarbrücke und Altstadt sind, so Forster im Finanzausschuss, „minderwertig beleuchtet“. Um die Altstadt in ein schöneres und besseres Licht zu rücken und angemessen in Szene zu setzen, sind vorerst einmal 65 000 Euro angesetzt.

Apropos Beleuchtung: Die Südschule darf sich freuen. Endlich wird das neue Beleuchtungs- und Schallschutz-Konzept für alle Klassenzimmer umgesetzt. Ein Musterzimmer gibt es bereits. Nun ist auch der Rest der Schule dran. Von Gesamtkosten in Höhe von 900 000 Euro sind heuer und nächstes Jahr zwei Drittel eingeplant. Der Rest ist staatliche Förderung.

Ein Wort zum Rathausumbau: Heuer werden noch rund 900 000 Euro aufzubringen sein. Dann ist das 9,4 Millionen-Projekt durchfinanziert. Forster ist vor allem auf eines stolz: Bis auf Förderdarlehen ist kein Kredit aufgenommen worden.

Drei Bauvorhaben wurden angerissen: Den durchaus umstrittenen Neubau der Gaißacher Bahnbrücke (heuer 70 000 Euro) übersprang man schnell, um ja keine Grundsatzdiskussion im Ausschuss führen zu müssen. Die gab es dann zum Thema Kneippbecken (160 000 Euro), für dessen Standort Kurdirektorin Brita Hohenreiter die Nähe des Vitalzentrums an der Ludwigstraße favorisiert. Der Kurpark ist aber wegen des großen Laubanfalls ungünstig (Forster). Ulrike Bomhard (FWG) wünschte sich den alten Platz an der Isar zurück. Bürgermeister Josef Janker konnte sich gar vorstellen, das Kneippbecken am Taubenloch zu errichten. Die Idee, es in die Isar zu integrieren, fanden einige Räte charmant, der Kämmerer nicht. „Da muss man auch an die Haftungsprobleme denken.“

Schließlich sollen rund 100 000 Euro in die Verbesserung des Parkleitsystems gesteckt werden. Der Verweis aufs Alpamare muss entfernt werden, und neue Parkplätze (Stadtwerke, Peter-Freisl-Straße, Kurhaus) sollen aufgenommen werden. 110 000 Euro fließen in die neue WC-Anlage am Bürgergarten, die wohl am Standort der alten Toiletten neu gebaut wird. Im Zuge des Baus soll auch der Weg für Radler vom Schulgraben hinauf zum Schloßplatz verbessert werden.

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