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Die A95 am Starnberger Dreieck: Die Autobahn gilt als Hochgeschwindigkeitsstrecke. 

So schnell kann aktuell auf A95 und A8 gefahren werden

Diskussion um Tempolimit auf Autobahnen: Landkreis liegt zwischen Raserstrecke und Urlauberroute

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  • Michael Stürzer
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Die Debatte um ein generelles Tempolimit ist voll entbrannt. Die Auswirkungen auf die Autobahnen, die für den südlichsten Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen am relevantesten sind, wären höchst unterschiedlich. 

Bad Tölz-Wolfratshausen –Die Debatte um ein generelles Tempolimit ist voll entbrannt. Die Auswirkungen auf die Autobahnen, die für den südlichsten Landkreis am relevantesten sind, wären höchst unterschiedlich. Das Loisachtal ist mit der A 95 an eine „Hochgeschwindigkeitsstrecke“ angebunden. Auf der A 8, über die es von Tölz und vom Isarwinkel in Richtung München geht, kann man dagegen schon jetzt selten Vollgas geben.

Etwa 40 Kilometer ohne Tempolimit auf einer wenig befahrenen Autobahn – das gibt es nur selten in der Republik. Die A 95 zwischen Fürstenried und Wolfratshausen ist als Hochgeschwindigkeitsstrecke bekannt. Firmen bieten, nicht selten für asiatische Kundschaft, sogar Ausfahrten mit PS-Boliden an, damit die Fahrer einmal das Gaspedal bis zum Boden durchdrücken können. Ein generelles Tempolimit von 130 Stundenkilometern auf deutschen Autobahnen, wie es vor einigen Tagen eine von der Bundesregierung eingesetzte Arbeitsgruppe für mehr Klimaschutz vorgeschlagen hat, würde dem ein Ende machen.

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Die A 95 sei tatsächlich etwas Besonderes, bestätigt Hubert Schwaiger, Chef der Verkehrspolizei Weilheim. „Wegen fehlender Anschlüsse Richtung Süden weist sie fast keinen Lkw-Verkehr auf“, erklärt er. Ein generelles Tempolimit auf der Autobahn würde zumindest Unfälle bei Geschwindigkeiten von 200 km/h verhindern, sagt er. Voraussetzung für mehr Sicherheit sei freilich, dass sich die Autofahrer auch ans Limit hielten. 

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Die Erfahrung im Baustellenbereich am Starnberger Dreieck gehe eher in eine andere Richtung: Viele hielten sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung, an Überholverbot und Versetzt-Fahren. Die Verkehrspolizei würde gerne mehr kontrollieren, doch fehle es an der Technik und am Personal.

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Seltener freie Fahrt herrscht auf der A 8. Pendler können ein Lied davon singen – nicht nur, wenn wie vergangene Woche ein umgestürzter Kiwi-Laster für einen Megastau sorgt. „Die A 8 ist zwischen dem Autobahnkreuz München-Süd und Holzkirchen stark belastet, vor allem im Urlauber und Reiseverkehr“, erklärt Josef Seebacher, Sprecher der Autobahndirektion Südbayern. So kommt es auch, dass hier meist eine Geschwindigkeitsbegrenzung gilt. „Zwischen Holzkirchen und dem Autobahnkreuz München-Süd ist eine Streckenbeeinflussungsanlage installiert, die die Geschwindigkeit verkehrsabhängig und abhängig von der Wetterlage regelt“, so Seebacher.

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„Das System erfolgt weitgehend automatisch auf Basis mathematischer Algorithmen und wird von München-Freimann aus der Verkehrsrechnerzentrale fernüberwacht.“ Auch im weiteren Verlauf der A 8 müssen sich die Autofahrer zügeln. „Spätestens ab dem Tunnel Neubiberg ist die Geschwindigkeit begrenzt“, sagt Seebacher. Ähnliches gilt für die vom Kreuz München-Süd abgehenden A99 und A995.

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