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Sie helfen, wenn Not am Mann ist (v. li.): Einsatzleiterin Anni Stöckl und die Dorfhelferinnen Kathi Gerlmaier, Anna Ruml, Maria Rank, Barbara Strasser, Margaretha Killer und Stephanie Öttl sowie die Praktikantinnen Rosi Singer und Marianne Moosmang. 

Dorhelferinnen

Auf sie ist immer Verlass

Bad Tölz-Wolfratshausen – Sie sind da, wenn man sie braucht: Die Dorfhelferinnen im Landkreis unterstützen Familien auf dem Bauernhof.

Wenn auf einem Bauernhof die Bäuerin krank wird, ein Unfall ihre Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt oder ein freudiges Ereignis bevorsteht, sind die Angehörigen froh, dass es eine Anlaufstelle gibt, die Hilfe in der Ausnahmesituation bietet: die Dorfhelferinnenstation mit ihren Einsatzkräften. Dass die Station des Landkreises derzeit personell gut besetzt ist, kommt vielen Familien zugute.

Anna Ruml, Maria Rank, Barbara Strasser, Margaretha Killer und Stephanie Öttl sind erst seit wenigen Jahren in diesem Beruf tätig, teils in Vollzeit, teils in Teilzeit. Kathi Gerlmaier dagegen hat bereits acht Jahre Berufserfahrung. In den vergangenen Wochen gehörten überdies Rosi Singer aus Oberfischbach und Marianne Moosmang aus Linden im Zuge ihrer Ausbildung als Praktikantinnen zum Team. Im Januar geht es für die beiden wieder nach Neuburg an der Donau, wo sie die letzte Etappe der Dorfhelferinnenschule absolvieren und im Sommer mit einer Prüfung abschließen.

Die Einsatzleitung wurde über Jahrzehnte hinweg ehrenamtlich geleistet, zuletzt ab 2006 von Anni Stöckl aus Kirchbichl. 2013 ging diese verantwortungsvolle Aufgabe auf den Maschinenring über. In Absprache mit dieser Organisation kann Stöckl aber dennoch weiterhin Einsätze koordinieren und ist den Helferinnen zugleich Kontaktperson und Betreuerin. „Im Dienst muss jede flexibel sein und sich mit ständig wechselnden Arbeitsplätzen und den verschiedensten familiären Verhältnissen zurechtfinden. Da ist es schon wichtig, dass sie auch eine persönliche Anlaufstelle haben“, sagt Stöckl. „Das wurde bisher immer so gehalten.“

Dass der soziale Beruf in jüngerer Vergangenheit speziell hier im Landkreis guten Anklang findet, darüber freut sich Stöckl, die selbst Bäuerin und Sozialpädagogin ist. Aktuell stammen von den sechs Aktiven vier und von den bayernweit 13 Schülerinnen in Neuburg immerhin zwei aus dem Tölzer Land. „Die meisten davon entscheiden sich für diesen Beruf, weil sie in der eigenen Familie oder im heimischen Umfeld bereits die Unterstützung durch eine Dorfhelferin erlebt und schätzen gelernt haben“, sagt Stöckl.

Dabei braucht man für die Ausbildung schon eine gewisse Ausdauer: An die meist dreijährige Lehre zur Hauswirtschafterin schließen sich 14 Monate Schule in Pfaffenhofen und dann noch 10 Monate in Neuburg inklusive Praktika an. Der Lernstoff ist recht vielfältig: Unter anderem stehen Fächer wie Familienpsychologie, Sozialrecht, Alten- und Krankenpflege, Erziehungskunde sowie Kommunikation auf dem Stundenplan. „Für eine anspruchsvolle Aufgabe“, sagt Stöckl, „braucht man ein gutes Fundament.“  rb

Weitere Infos

Wer Hilfe braucht, kann sich unter Telefon 0 81 71/ 42 16 14 an den Maschinenring oder unter Telefon 0 80 41/7 99 26 65 an Anni Stöckl wenden.

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