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Sie haben Grund zum Anstoßen: Monika Weber-Binder und ihr Mann Andreas Binder in ihrer Gasthausbrauerei.

Binderbräu-Eröffnung

Drei Tölzer Brauereien: Gemeinsam stark

Bad Tölz – Die jüngste Tölzer Brauerei, der Binderbräu, wird am Samstag/Sonntag, 23./24. April offiziell in Betrieb gehen. Es ist ein ganz besonderer Termin.

Auf den Tag genau vor 500 Jahren ist nämlich das Bayerische Reinheitsgebot erlassen worden. Die Urkunde wurde am Georgitag 1516 von den bayerischen Herzögen in Ingolstadt unterzeichnet.

Der besondere Anlass wird in Tölz auch besonders gefeiert. Alle drei Tölzer Brauereien werden nämlich vor Ort vertreten sein. „Gemeinsam stark sein und fürs Bier werben“, gibt Binderbräu Andreas Binder die Losung aus. Christoph Laschka, Chef der derzeit ältesten Tölzer Brauerei, des Stegbräus, findet das „ziemlich einmalig“, dass man alle Tölzer Biere an einem Platz verkosten kann.

Der Stegbräu wird vor Ort auch seine kleine Hausbrauerei aufgebaut haben und eine dunkle Winzerer-Weiße offerieren. Dritter im Bunde ist der Mühlfeldbräu (2008 gegründet), der im Biergarten den bewirten wird. Die Bestuhlung ist eben erst eingetroffen, sagt Binder. Er betont den Bürgercharakter des zweitägigen Festes. „Wir haben keine Einladungen verschickt. Jedermann ist herzlich eingeladen.“

Und was sagt der jüngste Tölzer Bräu zum Reinheitsgebot? Ist es noch zeitgemäß? „Ja“, sagt der Chef der 26-Mann-Truppe im Gasthof Binderbräu. „Es ist eben die Kunst, im Rahmen des Reinheitsgebots den Biergeschmack zu ändern.“

Laschka sieht’s nicht anders und bedauert, dass das Thema durchaus kontrovers diskutiert wird. Die „Craft-Beer“-Brauer hätten schon ihre Berechtigung, nur dürfe das Reinheitsgebot nicht darunter leiden. „Dann muss man das Getränk halt anders benennen.“

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