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Landgericht

Drogensumpf: Lange Haftstrafen für Tölzer und Kochler

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Bad Tölz - Der schwunghafte Handel mit Drogen in Bad Tölz hat ein juristisches Nachspiel, das nun schon mehrere Prozesse umfasst. Nun wurden ein Tölzer (36) sowie ein Kochler (47) und sein Sohn (28) zu Haftstrafen verurteilt.

Bad Tölz/München – Die Geschäfte mit Marihuana und Amphetaminen liefen gut. Die Abnehmer gesellten sich zu einer durchaus großen Runde, bis ein 27-jähriger Tölzer im vergangenen Jahr gefasst wurde. Er hatte in der Kurstadt einen wahren Drogensumpf entwickelt, indem er große Mengen aus Holland importiert hatte.

Als der einschlägig vorbestrafte Dealer aufflog, musste er seine Kunden verpfeifen, um nicht eine immens hohe Haftstrafe abzusitzen. Vor dem Landgericht München II wurden jetzt drei seiner Abnehmer verurteilt, drei weitere müssen am heutigen Donnerstag mit ihrer Verurteilung rechnen. Und auch in diesem Prozess wird es vermutlich wieder hohe Haftstrafen geben.

In der jüngsten Verhandlung wurden gegen zwei Männer aus Bad Tölz (36) und Kochel am See (47) jeweils fünfjährige Freiheitsstrafen verhängt. Der Sohn (28) des Älteren muss für vier Jahre und neun Monate hinter Gitter.

Damit blieb das Trio noch deutlich unter der Haftstrafe des Kronzeugen, der im April zu sechs Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden war. Der Umschlagplatz für die Drogen waren jeweils die eigenen Wohnungen gewesen.

Ohne den 27-jährigen Kronzeugen wären die Geschäfte vermutlich noch länger unbemerkt weitergegangen.  

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