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Auch mit neuer Besetzung überzeugend: Die Musiker der „Drum Stars“. Auch in den vergangenen Jahren haben sie in Tölz das Publikum von den Plätzen gerissen.

Auftritt der „Drum Stars“ im Tölzer Kurhaus

Mitreißende Show begeistert das Publikum

Bad Tölz - Wenn dasselbe  Ensemble mit der nahezu identischen Show im dritten Jahr in Folge in Bad Tölz auftritt, dann könnte man meinen, dass sich das Zuschauerinteresse allmählich erschöpft hat. Nicht so bei den „Drum Stars“, fünf namhaften Schlagzeugern, die am Samstag das Tölzer Kurhaus erneut nahezu komplett füllten.

„Die Burschen sind einfach Klasse. Man möchte gar nicht glauben, womit und auf was man alles trommeln und was alles Rhythmus erzeugen kann“, versicherte ein begeisterter Besucher, der nach eigenen Angaben die Show bereits zum zweiten Mal besuchte.

Freilich gab es heuer auch kleine Unterschiede zu den Vorjahren. Natürlich nicht bei der Qualität des Soundspektakels, das erneut voller Energie seine mitreißenden Rhythmen auf die Kurhaus-Bühne zauberte. So tauchte aber mit dem Heilbronner Stefan Höfele ein neues Gesicht in dem Ensemble auf. Doch als wenn er sein ganzes Leben lang nichts anderes gemacht hätte, fügte er sich absolut nahtlos in das grandiose Spektakel der weiteren vier „Drum Stars“ ein: Benni Pfeiffer aus Dachau, Jakob Ehrlich und Bernhard Pricha aus München sowie Flo Pfeifer aus Weilheim.

Erwartungsgemäß lag das Schwergewicht der Show auf dem Rhythmus. Die mitreißende Spielfreude der fünf Musiker traf erneut voll den Geschmack des Auditoriums, das bereits nach wenigen Takten begeistert mitging. Darüber hinaus wurde das Publikum diesmal auch immer wieder zum Mitklatschen animiert. Ja, teilweise wurde dieser von den Zuhörern produzierte Rhythmus sogar wirkungsvoll in die Show integriert. Das heißt, die Besucher wurden selbst Teil der Show.

Wenn auch der Großteil der bekannten Aufführung, eine Mischung aus Trommelkunst mit witzigen Gags und Bodypercussion sowie eindrucksvollen Lichteffekten, lautstark über das Publikum hereinbrach, so bewiesen die fünf „Drum Stars“, allesamt erfahrene Profi-Schlagzeuger, dass sie durchaus auch leise können. Vor allem auf dem Marimbaphon zeigte Benni Pfeifer melodisch ausgeklügelt viel Gefühl. Das Ganze wurde dann mit leisem, aber nicht weniger präzisem Rhythmus unterlegt.

Stark war auch sein Vortrag mit einem fernöstlichen Instrument, dessen Sound an eine Steeldrum erinnerte. Aus diesen eher sanften Tönen formte der Bandchef schließlich ein wahres, durchaus berührendes Klanggemälde.

Eher Bekanntes dann wieder gegen Ende des Konzerts. Beim altbewährten Drum-Intro des Queen-Hits „We will rock you“ trampelte und sang der ganze Saal wieder lautstark mit. Und als Zugabe durften dann auch wieder einige Schüler der Profis im Saal und auf der Bühne zeigen, was sie schon gelernt haben. Da auch bei der dritten Ausgabe der Show der „Drum Stars“ im Kurhaus nicht einen Augenblick Langeweile aufkam, dürften sie gerne im Januar 2018 ein viertes Mal kommen.

Ewald Scheitterer

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