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Immer auf der Überholspur: Cornelia Patzlsperger hält die Füße selten still. Die Harfenistin und Sängerin vereinbart Konzerte mit ihrem Beruf als Development-Managerin für Internet-Plattformen.

Harfinistin Cornelia Patzlsperger

DSDS – und dann? Zwischen Bühnenlicht und Bürojob

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Auch neun Jahre nach „Deutschland sucht den Superstar“ verdient Cornelia Patzlsperger Geld mit ihrer Musik. Dafür hat sich die Harfenistin aus Dietramszell auf Firmenevents spezialisiert. Aktuell arbeitet die 38-Jährige an einem eigenen Pop-Album.

Dietramszell/München – Raus aus dem Büro, auf das Sofa, Glotze an: Feierabende nach diesem Format kommen bei Cornelia Patzlsperger nur selten vor. „Ich bin keine Couch-Potato“, sagt die 38-Jährige. Ihr Lebensmodell funktioniert nur mit viel Disziplin: „Ich übe abends oft noch eine Stunde für einen Gig – auch wenn ich mal keine Lust habe.“

Die Frau aus Dietramszell hat ihr eigenes „duales Job-System“ entwickelt. Als Development-Managerin betreut sie für eine Münchner IT-Firma Sportplattformen im Internet. Außerdem spielt die Harfenistin und Sängerin 15 bis 20 Konzerte im Jahr. Dass sie mit Musik Geld verdienen kann, hat sie auch der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ zu verdanken. Neun Jahre ist es nun her: Patzlsperger schaffte es bis in die zweite Mottoshow des Casting-Formats. An 2009 denkt sie nur mit positiven Gefühlen zurück: „Die große Bühne war ein Traum für mich und hat meinen Horizont erweitert.“

Es gibt jene Casting-Karrieren, die mit einem Absturz oder bestenfalls im Dschungelcamp enden. Nicht so bei der Dietramszellerin: „Bei mir hat sich das alles sehr positiv ausgewirkt.“ Die Folgen: Mehr öffentliche Aufmerksamkeit und ein höherer Marktwert. Gefragt ist Patzlsperger auch, weil sie kaum zu kopieren ist: „Ich kenne nur noch eine Musikerin, die Harfe spielt und dazu singt“, sagt sie.

Trotz der guten Voraussetzungen: Von der Musik zu leben ist in Zeiten, in denen Songs überall kostenlos verfügbar sind, schwierig. Das kann auch Patzlsperger nicht. Lukrativ sind ihre Auftritte aber meistens. „Ich habe mir ein Segment gesucht, wo das Budget da ist.“ Die 38-Jährige performt auf Galas, Werbe- und Firmenevents – wenn neue Autos vorgestellt, Bankfilialen eröffnet werden oder Künstler zur Vernissage laden. 2015 spielte sie zum Beispiel bei der Eröffnung des Luise-Kiesselbach-Tunnels für Gäste der Stadt München. Das Konzert unter der Erde war eine ungewöhnliche musikalische Kooperation, die Patzlsperger nach wie vor pflegt: Sie ließ sich auf ein Duett mit dem Beatboxer „Robeat“ ein, der 2007 Dritter bei der Casting-Show „Das Supertalent“ wurde.

Aktuell arbeitet sie gemeinsam mit ihrem Musikmanager Thomas Stein und internationalen Produzenten an einem Album, das die Harfe mit frischen, poppigen Klängen neu in Szene setzen soll. Und natürlich wird sie auf der Platte auch singen. Patzlsperger ist offen für vieles, spielte auch schon mit großen Orchestern zusammen. Zu einer „Zwei-Jahres-Denkerin“ sei sie geworden, zu weit in die Zukunft schauen möchte sie gar nicht. Eine Vision, einen Traum, hat die Realistin aber schon: „Vielleicht darf ich mich ja irgendwann mal zwischen meinem Beruf und der Musik entscheiden.“

Infos im Internet gibt es auf der Homepage von Cornelia Patzlsperger unter www.harfeundgesang.de .

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