Der Top-Torjäger: Sepp Eham umringt von seinen Mitspielern hält den Pokal in den Händen. Fotos: Patrick Staar (3)

Deutsche Schüler-Meisterschaft

ECT-Schüler holen Bronze: Da fliegen die Handschuhe bis unters Dach

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Die Schüler des EC Bad Tölz holen die Bronzemedaille beim Heim-Turnier nach einem 2:1-Sieg gegen Köln. Der Jubel kannte keine Grenzen.

Bad Tölz – Wer die letzten Spielminuten der Partie zwischen den Schülern des EC Bad Tölz und den Kölner Junghaien gesehen hat, der hätte meinen können, es geht um den Titelgewinn bei der Deutschen Meisterschaft. Die Tölzer hechteten jedem Puck hinterher, warfen sich in die Schüsse. Jeden gewonnenen Zweikampf kommentierten die Spieler auf der Auswechselbank mit Freudenschreien. Am Ende retteten die Tölzer den 2:1-Sieg über die Zeit – und gewannen die Bronzemedaille. „Hut ab vor meiner Truppe – eine brutale Leistung“, jubelte Trainer Sebastian Fottner.

Die Freude war riesengroß. Die Handschuhe flogen bis unters Hallendach, die Spieler stürmten zu Torhüter Arno Tiefensee und begruben ihn unter einer Menschentraube. Trotz Kreuzbandriss und mit Schiene am Knie stürmte Sarah Kubiczek im Dirndl aufs Eis und beteiligte sich am Jubelsturm.

Trainer Sebastian Fottner hatte sich einiges einfallen lassen, um seine Mannschaft zu motivieren. So brachte er am Dienstag eine Glasvitrine mit neun Medaillen mit in die Kabine. Es waren die neun Medaillen, die er als Coach der Tölzer Schüler- und DNL-Mannschaft bisher gewonnen hat. „Die habe ich der Mannschaft als Anreiz gezeigt, damit sie weiß, um was es geht.“

Die Tölzer Schüler holen Bronze: Die Meisterschaft in Bildern

Trotzdem begann das Turnier alles andere als wunschgemäß – mit einer 1:4-Niederlage gegen die Eisbären Berlin Juniors. Die Gastgeber mussten in dieser Partie auf ihren gesperrten Torjäger Thomas Heigl verzichten und spielten zu nervös. „Wir hatten Top-Chancen, haben sie aber nicht verwertet“, sagt Fottner. „Deshalb haben wir verdient verloren.“

Die Tölzer ließen sich allerdings nicht in ihrem Tatendrang bremsen. Sepp Eham hielt in der Kabine laut Fottner eine „sehr gute“ Motivationsrede, „und die haben sich alle zu Herzen genommen. Die Mannschaft hat sich den Arsch aufgerissen und wollte unbedingt gewinnen.“ Zu spüren bekamen dies die Mannheimer Jungadler, die sich mit 5:7 geschlagen geben mussten. „Eine super Leistung“, kommentierte Fottner. „Die Mannschaft hat diszipliniert gespielt und wollte die Scheibe auf Biegen und Brechen ins Tor reinhauen.“

Auch am zweiten Turniertag gaben die Tölzer Vollgas und deklassierten die Düsseldorfer EG mit 10:1. Um ein Haar hätte es noch zum Finaleinzug gereicht. Dafür hätten die Eisbären Berlin gegen die Jungadler Mannheim verlieren müssen. Tatsächlich lagen sie bis weit ins letzte Drittel hinein mit 0:1 in Rückstand, siegten aber dann doch noch mit 2:1. So blieb den Tölzern statt dem großen „nur“ das kleine Finale. Auch hier gingen die Tölzer wieder an ihre Leistungsgrenze – und siegten erneut. Fottner blickte anschließend stolz auf seine Bronzemedaille: „Dafür haben wir ein Jahr lang gearbeitet.“ 

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