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Stellten das „Bluebook“ für das Tölzer Rathaus vor (v. li.): Robert Färber und Tobias Hafele (beide „Bluebook“-Deutschland GmbH) sowie Bürgermeister Josef Janker.

Stadtverwaltung

Ein blaues Buch für alle Infos

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Welche Reparatur wurde wann an welchem Gebäude gemacht? Wann steht die nächste Überprüfung der Brandschutztüren an? Um diese Daten zu dokumentieren und zu überprüfen, steht der Stadt Bad Tölz nun das „Bluebook“ zur Verfügung. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit, digital über die eigenen Immobilien Buch zu führen.

Bad Tölz– Wie das in der Praxis aussehen kann, erklärte Robert Färber von Bluebook Deutschland anhand einiger Beispiele: „Die Stadt hat ja für ihre Liegenschaften gewisse Verkehrssicherungspflichten.“ Beispielsweise müssten Kinderspielplätze wöchentlich einer Sichtkontrolle unterzogen werden, alle drei bis vier Monate muss ein Sachverständiger vor Ort sein und einmal im Jahr ein Gutachter eine Prüfung durchführen. Um hier eine genaue Übersicht zu haben, kann der Mitarbeiter nun ins „Bluebook“ digital über Smartphone oder Tablet direkt vor Ort eintragen, was er geprüft hat. Auch mögliche Mängel werden so sofort eingetragen, ein betreffender Handwerker kann sofort informiert werden.

„Das ist eine tolle Sache, eine wesentliche Arbeitserleichterung“, freute sich Bürgermeister Josef Janker. Denn das „Bluebook“ erinnert den Sachverwalter bei der Stadt auch an die fälligen Kontrollen – etwa auch beim Trinkwasser oder beim Brandschutz. Auf letztere beiden Themen wurden verstärkt das Augenmerk gelegt, sagte Färber.

Damit das funktionieren kann, wurden nun zunächst alle Liegenschaften in das „Bluebook“ eingespeist. Im Laufe der Zeit werden nun nach und nach weitere Informationen – Pläne beispielsweise – eingegeben.

Somit hat die Stadt zum einen ein Instrument für die Dokumentation zur Hand, zum anderen kann auch kontrolliert werden, ob Überprüfungen von den jeweiligen Mitarbeitern zuverlässig ausgeführt wurden. Beispielsweise werden die Brandschutztüren in den städtischen Liegenschaften mit Codes ausgestattet, denen man sich mit Tablet oder Smartphone auf 10 bis 15 Zentimeter nähern muss. Dann öffnet sich automatisch die so genannte „Prüfroutine“, und dem Mitarbeiter wird eine Checkliste angezeigt, was er kontrollieren muss. „Alles ist ohne große Vorkenntnisse leicht bedienbar“, sagte Entwickler Tobias Hafele.

Wichtig ist die Dokumentation etwa auch für Versicherungen, denen so nachgewiesen werden kann, dass die Stadt ihren Verpflichtungen nachgekommen ist. Das Programm macht zudem darauf aufmerksam, wenn man beispielsweise „in einem Jahr zehnmal die gleiche kleinere Reparatur vornehmen musste“, sagte Färber. „Dann muss man vielleicht überprüfen, ob etwas anderes dahintersteckt.“

Noch ein Vorteil: „Jeder, der mit dem Tablet vor einem Gebäude steht, hat dann im Idealfall den gleichen Know-how-Stand“, so Hafele. Wissen könne auf diese Weise auch bewahrt werden. „Wir haben die Informationen künftig gebündelt und schneller“, sagte Stefan Öttl vom Bauamt.

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