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„Wollen nicht im luftleeren Raum entscheiden“: Die Arbeitsgruppe Wohnen mit (v. li.) Franz Mayer-Schwendner, Josef Steigenberger, Michael Lindmair, Josef Janker, Ingo Mehner, Jürgen Renner und Falko Wiesenhütter. 

Umfrage

Ein Fragebogen soll klären: Wie und wo wollen die Tölzer wohnen?

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Die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt ist auch in Bad Tölz ein brennendes Thema. Die städtische Arbeitsgruppe Wohnen will jetzt herausfinden, wie die Bedürfnisse sind. 

Bad Tölz Gibt es in Bad Tölz einen großen Bedarf an Eigentumswohnungen? Oder würden die Tölzer lieber günstig zur Miete leben? Wünschen sich die Tölzer ein Mehrgenerationen-Wohnen? Oder würden sie sich am liebsten zu Baugemeinschaften zusammenschließen? Wären sie vielleicht sogar bereit, für ökologisches Wohnen mehr Geld auszugeben? Fragen über Fragen. Jeder hat hierzu seine eigene Theorie. Mit Hilfe eines Fragebogens will die Arbeitsgruppe Wohnen nun herausfinden, wie groß der Bedarf an Wohnraum in Bad Tölz wirklich ist.

Der Arbeitsgruppe Wohnen gehören sechs Stadträte, Bürgermeister Josef Janker, Wirtschaftsförderer Falko Wiesenhütter und mehrere Rathaus-Mitarbeiter an. Meist arbeitet das Gremium im Hintergrund und macht dem Stadtrat Vorschläge, wie etwa das flexible Mietpreis-Modell an der Osterleite.

Nun entwickelte die Arbeitsgruppe den Fragebogen. „Es geht da weniger um Wünsche, sondern um den tatsächlichen Bedarf“, erläuterte Wiesenhütter.

Der Bogen umfasst 14 Fragen. Abgeklärt wird unter anderem die aktuelle Wohn-Situation, wie groß die gewünschte Immobilie sein soll, wie hoch die Miete oder der Kaufpreis maximal sein dürfen und was mit der aktuellen Immobilie bei einem Umzug passieren würde. Zudem möchten die Initiatoren herausfinden, wie viele Tölzer, die momentan in Nachbargemeinden wohnen, wieder gerne zurückziehen wollen und wie viele Studenten die Rückkehr in ihre Heimat planen.

Es gehe aber nicht nur um eine Bedarfsanalyse, sagte Wiesenhütter. Ebenso will die Stadt wissen, ob Arbeitgeber planen, Wohnraum für ihre Angestellten zu schaffen, wie einst das Moralt-Werk. „Wir wollen einfach nicht im luftleeren Raum entscheiden“, sagte Stadtrat Franz Mayer-Schwendner.

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Er selbst würde mehr Mietwohnungen und Baugemeinschaften befürworten. Ob sich das auch die Tölzer wünschen, soll nun geklärt werden. „Es geht darum, das subjektive Empfinden zu objektivieren“, ergänzte Stadtrat Ingo Mehner. Es gebe mehrere Flächen, auf denen die Stadt die Möglichkeit hat, etwas zu entwickeln – beispielsweise am Holzner-Haus, an der Arzbacher Straße, an den ehemaligen Tennisplätzen an der Königsdorfer Straße und auf der Zwickerwiese.

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Ganz bewusst sei die Umfrage nicht anonym, erläuterte Stadtrat Michael Lindmair. „Denn so können wir Leute konkret ansprechen, die sich beispielsweise Baugemeinschaften oder alternative Wohnformen wünschen.“ Außerdem will die Stadt prüfen, ob die Bedarfsmeldung tatsächlich von Personen mit Wohnsitz in Bad Tölz stammt.

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Der Fragebogen

liegt in der Tourist-Info am Max-Höfler-Platz, im Stadtmuseum und im Rathaus aus. Ebenso kann er im Internet auf https://wohnen.bad-toelz.de heruntergeladen werden. Die Umfrage läuft bis 10. Mai.

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