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Viel los auf der Bühne: Jede Menge Verstrickungen und Missverständnisse bietet das Stück „Russische Bananen“ – hier eine Szene mit (v. li.) Christian Bauer, Barbara Bauer, Marlies Bauer, Leonhard Haas, Magdalena Sappl, Barbara Gerg, Andreas Bauer und Hans Bauer.

Edelweißer-Theater

Ein Hauch von Unterwelt im Oberland

„Russische Bananen“ heißt der Titel der Komödie, die die Theatergruppe des Tölzer Trachtenvereins Edelweiß sich heuer vorgenommen und am Ostermontag in einer temperamentvollen Premiere im Pfarrsaal Franzmühle auf die Bühne gebracht hat. Weitere Aufführungen gibt es diesen freitag, Samstag und Sonntag.

Bad Tölz – Wer zwei mysteriöse geldgierige russische „Geschäftsleute“ mit kaltschnäuzigem Auftreten auf den Fersen hat, der sollte gut auf sich acht geben. Und nicht nur auf sich, sondern auch auf den ebenso mysteriösen blauen Koffer, der mal eben so mit einer Million Euro gefüllt ist. Denn genau auf den haben es Wladimir Uschkow und Dimitri Gusinski abgesehen. Und diesen werthaltigen Koffer hat völlig unbedarft und unbewusst der Seniorchef des Hotels Gamsspitz, Kaspar Huber, bei der Rückreise von seiner Kur mit nach Hause genommen. Das könnte eng für ihn werden.

„Russische Bananen“ heißt der Titel der Komödie, die die Theatergruppe des Tölzer Trachtenvereins Edelweiß sich heuer vorgenommen und am Ostermontag in einer temperamentvollen Premiere im Pfarrsaal Franzmühle auf die Bühne gebracht hat. Die Komödie aus der Feder von Andreas Holzmann ist ein Stück mit kriminalistischem Touch und etwas russischer Unterwelt-Aura, obwohl es ja eigentlich im beschaulichen Oberland spielt.

Laut Edelweißer-Version könnte man glatt meinen, das Hotel Gamsspitz sei in Bad Tölz angesiedelt. Doch Ähnlichkeiten mit hier bekannten Personen und Örtlichkeiten sind wirklich nur Zufall, klärte Regisseur Heinz Bader das Publikum vorab auf. Und im Hotel Gamsspitz, das souverän und pflichtbewusst von Rosi Huber (Barbara Bauer) und ihrem Gemahl Hans (Christian Bauer) geführt wird, gehen neben den beiden seltsamen Russen (Andi Wachs und Hans Bauer) ansonsten ja auch mehr oder weniger „normale“ Urlaubsgäste aus und ein.

Die befehlsgewohnte Oberstaatsanwältin Renate Pfaffinger (Marlies Bauer) samt ihrer symphatischen Tochter Kathi (Maria Rauchenberger) zum Beispiel. Oder Josefine von Goldberg (Magdalena Sappl), die ein gesteigertes Interesse an der Gesellschaft von Senior Kaspar (Andreas Bauer) hat. Und dann taucht auch noch Kaspars merkwürdiger Kurschatten Janka (Sissi Gerg) auf. In diesem weiblichen Umfeld ist verständlicherweise auch der flotte Hotel-Juniorchef Martin (Hans Silbermann) gewissen Avancen ausgesetzt. Der millionenschwere Koffer aber sorgt für Spannung und erfordert die Notwendigkeit polizeilicher Präsenz, die Leonhard Haas und Barbara Gerg verkörpern.

In dieser Geschichte mit immerhin zwölf Akteuren gibt es viele unterschiedliche Charaktere und ebenso viele launige Verknüpfungen und Missverständnisse, die von den Darstellern absolut gekonnt in Szene gesetzt wurden. Und in den Rollen der beiden russischen Unholde sowie bei der slowakischen Janka war überdies sprachliches Talent gefordert.

Das Publikum hat dagegen relativ einfache Möglichkeiten, seine Eindrücke und Empfindungen zum Ausdruck zu bringen: Wenn bei einer Komödie viel gelacht und applaudiert wird, dann wissen die Spieler, dass die Pointen und die Umsetzung ihrer Figuren angekommen sind. Und das war am Ostermontag reichlich oft der Fall.

Weitere Aufführungen

des Dreiakters finden statt an diesem Freitag sowie am Samstag, 7. April, jeweils um 19.30 Uhr. Die letzte Aufführung am Sonntag, 8. April, beginnt bereits um 19 Uhr. Restkarten gibt es an den Vorverkaufsstellen in den Tourist-Infos am Max-Höfler-Platz und im Stadtmuseum sowie an der Abendkasse.

Rosi Bauer

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