Das Singspiel von 2020 mit Stefan Murr (li.) als Andreas Scheuer kam nie zur Aufführung.
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Das Singspiel von 2020 mit Stefan Murr (li.) als Verkehrsminister Andreas Scheuer kam nie zur Aufführung. Der Tölzer hatte eine tragende Rolle.

Ausschnitte von 2020 jetzt in BR-Mediathek

Stefan Murr über Nockherberg-Absage 2020: „Das hat schon weh getan“ - Tölzer Schauspieler hatte eine tragende Rolle

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
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Vor wenigen Tagen hat das Bayerische Fernsehen in der Mediathek Ausschnitte aus dem Nockherberg-Singspiel veröffentlicht, das 2020 geplant war und drei Tage vor der Premiere abgesagt werden musste. Eine der tragenden Rollen hatte der Tölzer Schauspieler Stefan Murr inne, der erneut Verkehrsminister Andreas Scheuer verkörperte.

München/Bad Tölz – So eine Absage kurz vor der Premiere habe „schon weh getan“, sagt Stefan Murr. Damals hätten aber alle noch gedacht, dass man die Veranstaltung „zwei, drei Monate später mit einem aktualisierten Text nachholen könnte“. Bekanntlich wurde auch daraus nichts.

Es sei, sagt Murr, schon ein „komisches Gefühl“, jetzt so ein unvollendetes Singspiel zu haben. Je länger sich die Pandemie und das Verbot von Großveranstaltungen hinzog, desto mehr sei klar geworden, „dass es dieses Stück nicht geben wird, weil es politisch nicht mehr relevant ist“. Vor allem für jene Schauspieler und Musiker, die zum ersten Mal dabei waren, sei das besonders traurig.

Der Tölzer ist seit zwölf Jahren regelmäßig im Singspiel auf dem Nockherberg dabei und verkörperte schon die unterschiedlichsten Politiker, von Karl-Theodor zu Guttenberg über Alexander Dobrindt und Florian Pronold bis zu Hubert Aiwanger. Für ihn seien die Proben traditionell der Start ins Jahr. „Der Nockherberg ist eine schöne Mischung, immer ein absurdes Stück, ich mach das sehr gern“, sagt der Schauspieler und bezeichnet die Bühne als „ein bisschen wie mein Wohnzimmer“.

Auch für ihn sei es „eigenartig“ gewesen, das jüngste Derblecken zu Hause auf der Couch zu verfolgen. „Das hätte sich vor einem Jahr niemand vorstellen können.“ Die Umsetzung fand er jedoch gut. „Die Bildsprache haben sie gut gelöst“, meint Murr in Bezug auf die Fernseher neben Fastenprediger Maxi Schafroth. „Trotzdem, der Nockherberg lebt von der Rede, dem Singspiel und den Menschen im Saal.“

Wie es 2022 weitergeht, darauf ist auch Murr gespannt: „Ich denke, in diesem Wahljahr werden die Karten neu gemischt.“  müh

Die Ausschnitte des Singspiels sind abrufbar auf www.br.de/mediathek, Stichwort „Auf dem Nockherberg 2020“.

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