Noteinsatz: S-Bahn-Fahrgäste müssen mit Wartezeiten rechnen 

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Über Wanderer, die Ausschau halten, ist die Kriminalpolizei derzeit froh. In Traunstein wurde eine fünfköpfige Ermittlergruppe gebildet, um die Einbruchserie aufzuklären.

Acht Fälle in Bayern und Österreich

Einbruchserie: Bergbahnen sind gerüstet

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Bad Tölz-Wolfratshausen - Seit es Einbrecher in Bayern auf Bergbahnstationen abgesehen haben, stehen die Betreiber am Brauneck, Blomberg und Herzogstand in engem Kontakt mit der Polizei. Darüber hinaus treffen sie selbst zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen.

 „Hautnah erlebt“ habe Peter Lorenz den Einbruch in der Taubensteinbahn in Schliersee. Es war der achte Fall innerhalb kurzer Zeit in Bayern und Österreich – und der dritte binnen einer Woche.

Nein, Lorenz saß in der Nacht von Sonntag auf Montag nicht in der Bergstation, als die Täter nach dem Tresor suchten und dabei mehrere Türen zerstörten. Aber als Geschäftsführer ist er für den Lift am Spitzingsee verantwortlich. Wie auch für die Brauneckbahn: Dort hat Lorenz zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen eingeleitet, über die er aber keine genaueren Angaben machen möchte. Vor allem, um den Tätern nicht in die Karten zu spielen. Nur so viel: „Wir sind gut gerüstet.“

Die Schliersbergbahn (Landkreis Miesbach), Eibsee-Seilbahn (Garmisch-Partenkirchen) und die Kreuzeckbahn (beide Garmisch-Partenkirchen) wurden kürzlich ebenfalls von Räubern heimgesucht. Viel Geld fanden sie nicht. Die Kassen der Stationen werden meist täglich geleert. „Auch wir haben einen Holdienst“, sagt Lorenz. „Aber das Schlimmste ist der Vandalismus.“ Die Kreuzeckbahn beklagt laut Polizei einen Sachschaden zwischen 30 000 und 40 000 Euro.

Der Verband Deutscher Seilbahnen reagierte auf die Vorfälle mit einem Warn-Rundschreiben an alle 113 Bahnbetreiber in Bayern. Die Blomberg-, Herzogstand- und Brauneckbahn- stehen laut den Betreibern in engem Kontakt mit der Polizei. „Das Thema ist präsent bei uns. Wir müssen immer mit der Bedrohung rechnen“, sagt Jörg Findeisen. Der Chef der Herzogstandbahn habe alle Maßnahmen getroffen, „die die Versicherung vorschreibt“. Zusätzliche Vorkehrungen gebe es nicht. Auch weil die Kriminalpolizei in Traunstein eine fünfköpfige Ermittlungsgruppe für die Einbruchserie gebildet hat. Findeisen: „Wir fühlen uns gut aufgehoben und haben keine großen Kopfschmerzen.“ Dennoch muss Findeisen an vergleichbare Fälle Anfang der Neunziger Jahre zurückdenken, zu denen die Herzogstandbahn – damals noch als Sessellift – gehörte.

Ein potenzielles Ziel ist auch die Blombergbahn, weiß Hannes Zintel. Einbrüche jeglicher Art beschäftigen den Liftbetreiber schon eine Weile. „Man weiß ja, dass in Europa spezialisierte Banden unterwegs sind, seit wir offene Grenzen haben“, meint er. Daher habe man im vergangenen Jahr „erheblich nachgebessert“. Konkret ließ Zintel Fenster vergittern, neue Sicherheitstüren und eine Alarmanlage einbauen. Der Bereich der Talstation am Blomberg wird außerdem videoüberwacht.

„Wir haben viel Geld ausgegeben“, sagt Zintel. „Aber eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nie.“ Seine größte Befürchtung sind die großen Verwüstungen, die die Täter zuletzt hinterlassen haben. Das Horrorszenario: „Wenn mir einer ein technisches Problem beschert und ich die Bahn in den Ferien abstellen muss.“ Zintel kündigt deshalb an: „Nachts sind wir jetzt besonders wachsam.“ Tobias Gmach

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