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Eine Großbaustelle jagt die nächste

Bad Tölz - Eine rege Bautätigkeit prägt Bad Tölz. Wichtige öffentliche Projekte stehen kurz vor dem Abschluss. Die neue Turnhalle der Südschule etwa steht den Kindern und Jugendlichen nach den Weihnachtsferien zur Verfügung. Eine Verzögerung gibt’s dagegen bei der „eMotion-Base“.

Noch wird eifrig gewerkelt. Es sind aber eher die Feinheiten, mit denen die Arbeiter in der neuen Südschul-Turnhalle jetzt beschäftigt sind. „Trennvorhänge, Maler- und Elektroarbeiten, die Fertigstellung der Prallwand und der Bau der Kletterwand“, zählt Stadtbaumeister Hannes Strunz auf. Das sei es auch schon, was jetzt noch ausstehe. Nach den Weihnachtsferien stehe die Halle den Mädchen und Buben an der Südschule dann zur Verfügung. Mit der 2,5-fach-Halle bringt die Stadt ein 3,2-Millionen-Euro-Projekt zu Ende. Kommendes Jahr folgen noch die Außenanlagen mitsamt einer neuen Laufbahn und einem Beachvolleyballplatz. Wie berichtet war die bisherige, rund 30 Jahre alte Halle im Sommer 2014 abgerissen worden. Das Ziel, die neue Sportstätte schon zu Schuljahresbeginn in Betrieb zu nehmen, hat die Stadt nur leicht verfehlt.

Auch beim „Vitalzentrum“ im Badeteil ist die Stadt auf der Zielgeraden. An der Ludwigstraße entstand ein Neubau, der nun einen „Zwilling“ zur sanierten Kurbücherei bildet. Eine Lehrküche, ein Gymnastik- und ein Vortragsraum stehen hier zur Verfügung. Künftig werden hier Kurse zu Ernährung, Entspannung und Bewegung angeboten. Die ersten davon seien bereits ab Februar gebucht, dann sei das Gebäude auf jeden Fall nutzbar, erklärt Bauamtsleiter Christian Fürstberger. 1,2 Millionen Euro hat sich die Stadt dieses „Drehkreuz des Gesundheitstourismus“ kosten lassen.

Noch auf sich warten lässt unterdessen die geplante „eMotion-Base“, eine Bewegungshalle neben der Tölzer Jugendherberge. Die Architektur wird ungewöhnlich: ein kreisrundes Haus mit 15 Metern Durchmesser, das in verschiedenen Farben erstrahlt und zu einem neuen Wahrzeichen auf der Flinthöhe werden könnte. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Bagger im September anrollen. Nun aber wird erst noch einmal gerechnet. „Die Kostenschätzung ist etwas komplizierter“, sagt Fürstberger. Nachdem ein Statiker genauere Berechnungen angestellt hat, schreibe das Rathaus jetzt die fünf Hauptgewerke aus. Anhand der eingehenden Angebote der Baufirmen werde sich zeigen, wie belastbar die bisherige Kostenschätzung von 730 000 Euro ist. „Sollte sich zeigen, dass es eine Kostenexplosion gibt, würden wir das noch einmal dem Stadtrat vorstellen.“ Der Bau soll je zur Hälfte von der Stadt und dem Deutschen Jugendherbergswerk finanziert werden.

Ganz im Zeitplan ist derweil die Lebenhilfe an der Bairawieser Straße. Für den Neubau der Von-Rothmund Schule sind 7,5 Millionen Euro veranschlagt. „Der Rohbau ist so gut wie fertig, wir sind gerade an der letzten Decke dran“, sagt Lebenshilfe-Geschäftsführer Franz Gulder. „Das hat sich gut ergeben, dank des milden Wetters konnten wir weiterbauen.“ Bis das Gebäude bezogen werden kann, dauert es aber noch etwas. „Realistischerweise bis Ende nächsten Jahres“, so Gulder.

Voraussichtlich zum Schuljahresbeginn im September 2016 kann die Realschule die Eröffnung ihres Erweiterungsbaus feiern – „termingerecht“, wie René Beysel sagt. Er ist Hauptamtsleiter im Landratsamt, das für die weiterführenden Schulen zuständig ist.

Kurz vor Vollendung steht ein weiteres Mammut-Bauprojekt des Landkreises. Die Generalsanierung des Tölzer Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums „schließen wir im Dezember ab“, erklärt Beysel. „Nach den Weihnachtsferien können alle Räume bezogen werden.“ Baustellen-Ruhe kehrt deswegen noch lange nicht ein. Denn im Frühjahr will der Landkreis das nächste Vorhaben in Angriff nehmen. Voraussichtlich im März startet laut Beysel die Errichtung eines Erweiterungsbaus für die Tölzer Berufsschule.

Andreas Steppan

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