Jetzt kann probiert werden: Giovanni Constantini und Christian Olivotti präsentieren ihr Bananenfruchteis.

Die Saison in Bad Tölz ist eröffnet 

Eis-Ideen: Lakritz, Milchreis oder Kürbis

Der Sommer ist heuer früh in Fahrt gekommen. Dementsprechend lange Schlangen bilden sich vor den Eiscafés. Die haben viel Auswahl zu bieten – darunter manch originelle Kreation.

Bad Tölz-Wolfratshausen Der grüne Apfel, so nennt Alessandro Masi sein Eiscafé an der Tölzer Badstraße, auf Italienisch: „Mela Verde“. Vielen ist es noch bekannt unter dem früheren Namen „Venezia“ . Der Blick durch die Scheiben der Kühltheke ist vielversprechend:  „Ich mache täglich frisches Eis ohne Farb- und Konservierungsstoffe“, sagt Masi.

Demnächst will er sein Eisangebot noch erweitern und „Eissorten auf Sojabasis ohne Laktose“ anbieten. Der „Master Gelati“ verlangt für seine großen Kugeln 1,10 Euro. Die außergewöhnlichste Kreation im Moment: „Grey Mango-Maracuja“ mit Lakritze und Vanille. Im „Mela Verde“ lässt sich sogar mit reinem Umweltgewissen genießen. Der 45-jährige Inhaber verwendet nur Becher aus Maisstärke.

Auch im „Cristallino“ kommt keine Chemie ins Eis. „Ein reines Naturprodukt“, sagt Inhaberin Rosina Pisellucci. Das Eiscafé am Tölzer Fritzplatz verkauft so viel Eis, „dass wir tagsüber oft nachproduzieren müssen“. Für 1,20 Euro pro Kugel bekommen die Kunden sogar preisgekröntes Eis. Die Sorte mit dem wohlklingenden Namen „Valle dei Templi“ (Tal der Tempel) „hat in Florenz, Bologna, Berlin und anderen Städten schon Preise gewonnen“, sagt die 49-Jährige stolz.

Ebenfalls 1,20 Euro kostet die Kugel bei „Gran Gelato“ an der Marktstraße. „Im Oktober gibt es bei uns auch Kürbiseis“, berichtet Filial-Chef Fernando Estevens. Am besten geht außer den Klassikern die Sorte „Bad Tölz“ mit Vanille, Kirschen und Mandeln.

Das älteste Tölzer Eiscafé – es besteht seit 1981 – bietet den günstigsten Kugelpreis der Stadt. 1 Euro kostet bei Familie Martin im „Garda“ an der Marktstraße die Kugel. „Unsere Spezialität sind Nuss-Eissorten“, sagt Chefin Zorica Martin. Dafür verwendet Martins Mann, Ivangiorgio Naturpasten aus Italien. Sie sollen das Eis besonders cremig und vollmundig machen.

Nicht pro Kugel, sondern nach Menge wird das Eis beim „Beindlhof“ in Wackersberg-Schnait abgerechnet. 100 Milliliter kosten 2 Euro. Bei Monika Kniegl kommt fast alles vom Hof in die Eismaschine. „Das Eis ist aus unserer frischen Milch und Sahne vom Hof – direkt bei uns selbst hergestellt. Früchte kommen aus dem Garten oder der Region, und dann verfeinern wir unser Eis mit Zutaten aus der ganzen Welt.“ Neu sind heuer die Sorten „Milchreis“, „Kerndlfutter“ und „Toffee mit Alpensalz“. Der Hof ist nur zu Fuß erreichbar. Das Eis ist aber auch in einigen Supermärkten und Hotels der Region erhältlich.

Im Lenggrieser „Cortina“ verkaufen Christian Olivotti und Giovanni Constantini Eiskugeln für je 1 Euro. „Unser Fruchteis ist nur mit echten Früchten gemacht. Ein Naturprodukt, das nicht so süß ist, weil wir nicht so viel Zucker verwenden“, sagt Olivotti. Auch für Veganer gibt es Sorten in dem Eiscafé an der Tölzer Straße, beispielsweise milchfreies Schokoladeneis. „Man schmeckt, dass unser Eis mit Liebe zubereitet ist,“ meint der 46-Jährige.

An der Lenggrieser Karwendelstraße führt Lukas Grandesso das Eiscafé Venezia und verlangt ebenfalls 1 Euro pro Kugel. „Wir sind ein Familienbetrieb, meine Eltern haben schon 1978 angefangen“, sagt der 32-Jährige. „Bei uns gibt es natürliches, hausgemachtes Eis, das mit regionaler Milch, Liebe, Leidenschaft und Erfahrung gemacht wird.“ Besonderes gut kommt laut Grandesso die Sorte „Extra Dark“ mit dunkler Schokolade an. Nora Linnerud

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