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Treue Mitglieder ehrte (v.li.) ECT-Vorsitzender Hubert Hörmann: Sigi Mayr (70 Jahre), Albert Schwalb (65), Ursula Kraus (50), Alfred Bauer (50), Andre „Hacki“ Frech, Hans „Spoach“ Harrer, Michael Waidhauser, Manfred Heinrich (alle 40 Jahre). Für 25 Jahre wurden geehrt: Rudi Haßmann, Theo Lederer, Hans Jörg Reile, Jörg Bernhardt, Christian Klein, Hannes Sedlmayr, Peter Wackerbauer, Georg Schmidt und Hannes Sedlmayr jun.

Jahresversammlung

Eisclub Bad Tölz: Vorstand wünscht sich Sportinternat in der Region

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„Wir sollten pfleglicher miteinander umgehen.“ Das ist ein Wunsch von ECT-Chef Hubert Hörmann. Er spielte damit auf die Kritik an einigen Trainern an.

Bad Tölz – Ursula Kraus wurde gleich zweimal Ehre zuteil. Zum einen wurde sie in der Hauptversammlung des EC Bad Tölz für 50 Jahre Mitgliedschaft beim Eisclub ausgezeichnet. Zum anderen bezeichnete sie ECT-Vorsitzender Hubert Hörmann in der Stadiongaststätte als leuchtendes Beispiel. „Sie ist dem Tölzer Eishockey treu verbunden, geht zu den Spielen der ersten Mannschaft, schaut sich den Nachwuchs an. Wir sollten uns ein Beispiel nehmen und pfleglicher miteinander umgehen.“ Der Vorsitzende spielte damit auf anonyme und offene Kritik an einigen seiner Trainer an. „Wir können froh sein, dass wir die Coaches haben, und ich bin sehr zufrieden.“

Das gelte, obwohl die Saison für die Mannschaften des EC Bad Tölz heuer nicht nur von Erfolgen gekrönt war. Das DNL-Team von Florian Funk muss den Gang in die zweite Division antreten. Wie man denn dem Bedeutungsverlust im Kreis der Großen Einhalt zu gebieten denke, wollte Max Wilhelm wissen. „Mir ist klar, dass Geld eine große Rolle spielt, welche Möglichkeiten gibt es, mehr Einnahmen zu schaffen?“ Einzig und allein über Spenden, sagte Hörmann. „Und das wird immer mühsamer.“

Trotzdem gelang es dem Verein, nach einem leichten Verlust im Vorjahr wieder mit einer schwarzen Null abzuschließen. 15 000 Euro fließen sogar in die Reserven, rechnete Schatzmeister Dieter Müller vor. Das Geld soll helfen, im Nachwuchs mit der Konkurrenz aus den Eishockey-Zentren Mannheim, Köln, Berlin oder Salzburg mitzuhalten. „Das gelingt nur, wenn wir Ausbildung und Sport noch besser vereinbaren“, sagte Hörmann und wiederholte seine Idee eines sportartübergreifenden Internats für die Region.

Finanziell steht der Eisclub auf soliden Beinen

Nur so lasse sich am Tölzer Konzept und der Rollenverteilung zwischen Hauptverein und Tölzer Eissport-Gesellschaft, die die Zweitliga-Mannschaft verwaltet, festhalten: „Wir müssen gute Eishockeyspieler ausbilden. Das geht los von der Lauflernschule über U 9 und U 11 bis hoch“, sagte Hörmann. „Der Verein muss gute Spieler hochbringen und die erste Mannschaft das Tölzer Gesicht wahren, mit vielen eigenen Spielern antreten.“ Und das Internat soll dafür sorgen, dass die ausgebildeten Spieler auch bei der Stange bleiben. Hörmann: „Das ist künftig unsere einzige Chance, im Konzert der Großen mitzumischen.“

Etwas Trubel gab es während der Saison in der Eiskunstlauf-Sparte, die sich mit Heidi Hedwig und Patrick Thiel in der Leitung und einem frischen Trainer-Team zusammen mit bewährten Kräften neu aufgestellt hat, nun wieder zur Ruhe gekommen ist und einige sportliche Erfolge sowie eine Mitgliedssteigerung verzeichnet hat.

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Der Eisclub generell steht auf soliden Beinen, hat immer noch mehr als 1000 Mitglieder – etwa 100 waren da –, stellt viele Nachwuchsteams, die in den meisten Ligen an der nationalen Spitze mitspielen. „Elf Spieler und Spielerinnen“, so Nachwuchsobfrau Sabine Ausfelder, „haben heuer das Nationaltrikot getragen.“ Auch sonst gab es wenig Redebedarf bei der Jahresversammlung. Jahresabschluss und Entlastung des Vorstands wurden anstandslos angenommen. Nur beim Haushaltsplan stimmte Max Wilhelm dagegen. 

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