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eMotion-Base eröffnet

Die Tölzer Allianz-Arena

Bad Tölz - Ein Hingucker, eine runde Sache, die Tölzer Allianz-Arena, ein neues Wahrzeichen: Viele griffige Formulierungen fanden Redner am Freitag für die neue Attraktion der Sportjugendherberge. Rund 120 geladene Gäste erlebten eine farbenfrohe Eröffnung der neuen „eMotion-Base“.

Was ist das für ein Rundbau, der mit 1500 LEDs und 16 Millionen Farbmöglichkeiten erstrahlt und Tölz auch des Nachts zum Leuchten bringt? Jedenfalls keine gewöhnliche Turnhalle, sondern ein multifunktionaler Bewegungsraum, der mit seiner einzigartigen Architektur und fließenden Formen nicht nur Trainingsgruppen aus vielen Sportbereichen einlädt, sondern auch für Vorträge und Seminare genutzt werden kann. Ideengeber war der Tölzer Arzt und Sportkinesiologe Dr. Werner Klingelhöffer. „In einem Rundbau eckt man nicht an“, brachte er die Philosophie des Bauwerks kurz und prägnant auf den Punkt.

„Bewegung öffnet das Hirn und fördert die mentale Balance“, beschrieb der Präsident des Bayerischen Jugendherbergswerks, Gerhard Koller, das, was bis zu 30 Personen in der neuesten Attraktion der Tölzer Sportjugendherberge künftig erleben sollen. Ganz wesentlich ist dabei der Gemeinschaftsgedanke und die Erfahrung von Teamgeist.

So sieht die eMotion-Base von außen aus.

Den Gedanken griff der evangelische Dekan Martin Steinbach bei der Segnung des Gebäudes auf. Er interpretierte das Wort „eMotion- Base“ mit Bewegung und Gefühlen und hoffte, dass sie geeignet sein werde, junge Menschen zum Beispiel aus der Isolation des Computerspielens in die Gemeinschaft zurück zu holen. Sein katholischer Kollege, Pfarrer Peter Demmelmair probierte es gleich einmal aus, ob das Bauwerk tatsächlich Emotionen weckt und ließ die Festgäste einen Kanon singen. Das Ergebnis klang tatsächlich ganz passabel.

Der Tölzer Bürgermeister Josef Janker freute sich, dass es nach getaner Arbeit ein neues Alleinstellungsmerkmal für die Jugendherberge und Bad Tölz gibt. Der Bau, für den Klingelhöffer, Herbergschef Holger Strobel und Architekt Axel Klein im Jahr 2014 erste Ideen entwickelten, kostete übrigens 1,1 Millionen Euro, die Stadt und Herbergswerk zu gleichen Teilen tragen. Eine gute Investition, fand Janker. „Auf dass die Tölzer Allianz-Arena nun täglich leuchtet“, wünschte er sich.

Vizelandrat Thomas Holz philosophierte über die Farbgebung des neuen Sporttempels. Nachdem die „eMotion-Base“ am Freitagmorgen blau beleuchtet gewesen sei, könne sie ja wohl nichts mit Fußball zu tun haben, „wenn am Abend Bayern spielt“. Apropos Licht: Es waren mit den Lichtsteuerungs-Experten von „Seebacher“ und Lichtdesigner Christian Späth zwei Tölzer Unternehmen, die das futuristische Beleuchtungskonzept für innen und außen entwarfen und umsetzten.

Von der Wirkung konnten sich die Festgäste mehrfach überzeugen. Junge Eishockeypieler des ECT, kleine Fußballer und Handballer des TuS Geretsried und TV Bad Tölz sowie Tänzerinnen der Ballettschule Brandhuber in Lenggries zeigten Einlagen. Das Schlusswort blieb Klingelhöffer vorbehalten, der sich bei Stadt und Herbergswerk bedankte: „Sie haben sich was getraut und haben neue Wege beschritten.“ Christoph Schnitzer

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