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68-mal hat der Tölzer Sportlehrer Sebastian König in seinem Leben Blut gespendet. Dafür und für seinen gesellschaftlichen Einsatz bei diesem Thema ehrt ihn nun das Deutsche Rote Kreuz. 

Zum Welt-Blutspendetag  am 14. Juni

Ehrung für Tölzer: Er trägt das Thema Lebensrettung in den Unterricht

Ganze 68-mal hat Sebastian König in den vergangenen 17 Jahren Blut gespendet. Und nicht nur das: Der Tölzer veranstaltete diverse Blutspendeaktionen. Zum Welt-Blutspendetag zeichnet das Deutsche Rote Kreuz den Sportlehrer aus Bad Tölz für sein Engagement aus – er ist dafür als einer von neun Bayern zu einer Veranstaltung zentralen Festveranstaltung nach Berlin eingeladen.

Bad Tölz – „Seit ich 18 Jahre alt bin, gehe ich zum Blutspenden, sooft ich darf und kann“, sagt König. Dabei ist der 35-Jährige der soziale Gedanke wichtig. „Es gab ein paar Vorfälle in meinem Leben, die mir vor Augen geführt haben, wie wichtig Blutspenden ist“, sagt König. Eines dieser Schlüsselerlebnisse war der tragische Bergunfall-Tod eines Freundes. Der war selbst Rettungsassistent beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK). „Wir, also sein Freundeskreis, haben nach einem Weg gesucht, etwas in seinem Sinne zu tun. Und deswegen tragen wir das Thema Blutspenden jetzt in die Welt.“

Das Deutsche Rote Kreuz würdigt König nun mit einer Einladung zu einer Ehrungsveranstaltung, bei der ein Blutspende-Empfänger aus seiner Perspektive berichtet und sich bedankt. Dazu stehen eine Besichtigung des Bundestags, eine Dampferfahrt und eine Sightseeing-Tour durch die Hauptstadt auf dem Programm.

König ist Sportlehrer am Max-Rill-Gymnasium in Reichersbeuern. „Ich thematisiere das Blutspenden auch bei meinen Schülern“, sagt er. Bei einem Projekt-Seminar der Oberstufe organisierten die Schüler unter seiner Leitung einen Blutspendetag mit einem „BluMo“, dem Blutspende-Mobil des BRK. Auch mit der Bergwacht und dem Tölzer Turnverein plante und führte König schon Blutspendeaktionen durch.

König versteht zwar gewisse Ängste beim Thema Blutspenden. „Doch man sollte es sich wenigstens einmal anschauen und probieren“, sagt der 35-Jährige. Denn fast jeder sei mal in seinem Leben auf das Blut anderer angewiesen. „Jeder weiß um die Notwendigkeit von Spenderblut, aber nur drei bis fünf Prozent der Bevölkerung gehen selbst spenden.“

Nora Linnerud

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