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Satte, rote Früchte : Kurier-Praktikantin Sophia ist im Sonner-Erdbeerfeld bei Tölz fündig geworden. 

Feinschmecker-Saison

Erdbeer-Ernte in diesem Jahr „ein Traum“: Rezeptideen klassisch, gesund und raffiniert

Erdbeerkuchen schmeckt nach Sommer. Doch mit den Früchten lässt sich noch weit mehr machen. Luftige Baiser-Törtchen, eine gesündere Variante des Käsekuchens und sogar ein raffinierter Salat.

Bad Tölz-Wolfratshausen Tiefrot, süß und Inbegriff der warmen Jahreszeit: Die Erdbeere lässt sich für zauberhafte Kreationen in der Sommer-Küche nutzen, egal ob süß, pikant, roh oder gegart. Auf den Erdbeerfeldern von Hans Sonner ist die Saison bereits eröffnet. In Bad Tölz, Gelting, Königsdorf, Weilheim, Iffeldorf und Spatzenhausen heißt es auf den Feldern: Selbst sammeln, was das Zeug hält. Die warmen Temperaturen und der frühe Sommer versprechen eine reiche Ernte. „Die Qualität der Erdbeeren ist in diesem Jahr super, wir hatten weder Frost noch Hagel“, sagt Erdbeerfeld-Betreiber Hans Sonner. „Ein Traum.“ Nur etwas mehr Regen dürfte es sein, für seinen Geschmack. Und wann ist die beste Erntezeit? Ab Juni werde am Acker am meisten zu holen sein: „Dann gibt’s den vollen Ertrag auf den Feldern“, sagt der Königsdorfer. Abgerechnet wird bei Sonners Erdbeer-Feldern pro halbes Kilo (2,38 Euro). Die Saisoneröffnung für die Himbeer-Ernte in Königsdorf und Spatzenhausen veranschlagt Sonner auf Mitte Juni.

Und was tun, mit all den selbstgepflückten Erdbeeren? Drei Landkreisbewohnerinnen haben für die Leser des Tölzer Kurier ihre Lieblingsrezepte verraten. Agnes Bolzmacher vom gleichnamigen Café in Wackersberg macht momentan am liebsten klassische Erdbeer-Pavlova. Snezana Schreibbauer vom „Café im Süden“ serviert ihren Gästen ein gesünderes Rezept für einen veganen „Käse“-Kuchen, den sie mit Erdbeeren garniert. Und Ursula Schweitzer und Martina Ruttloff von der Kräuter-Erlebnis-Villa in Tölz bieten ein raffiniertes, deftiges Rezept mit Erdbeeren, Avocado und Mozzarella.

„Klassisch“: Erdbeer-Pavlova-Törtchen

Das Café Bolzmacher in Wackersberg wartet in dieser Erdbeersaison mit kleinen Pavlova auf. Die Zutaten für die Baiser-Törtchen ergeben zirka 8 kleine Kuchen.

Für die Baisertörtchen:
150 g Eiklar (zirka4 Eier)
220 g feinen Zucker

2 Esslöffel Speisestärke

Eine Prise Salz

Ein großzügiger Spritzer Zitronensaft

Den Ofen auf 120 Grad vorheizen. Eiklar zusammen mit Zucker, Salz und Zitronensaft mit dem Handmixer steif schlagen. Sobald eine steife, glänzende Masse entstanden ist, die Speisestärke zugeben und kurz untermischen. Auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech mithilfe eines Spritzbeutels erst die Törtchenböden und anschließend einen zirka 2 cm hohen Rand aufdressieren. Ofentemperatur auf 100 Grad reduzieren und die Baisers 2 Stunden backen. Dann den Ofen ausschalten und die Baisers im Ofen (am Besten über Nacht) auskühlen lassen. Dabei die Ofentüre einen kleinen Spalt geöffnet lassen.


Für die Füllung:

250 ml Schlagsahne

Zucker nach Belieben

250 g frische Erdbeeren

Die Sahne steif schlagen und nach Belieben zuckern. Erdbeeren putzen und klein schneiden. Die Pavlovatörtchen abwechselnd mit Sahne und Erdbeeren füllen und sofort servieren.

„Gesund“: Roh-Veganer „Käse“-Kuchen mit Erdbeeren

Snezana Schreibauer vom Café im Süden verarbeitet Erdbeeren am liebsten in Form eines veganen „Käse“-Kuchens. Die 49-Jährige backt mit Leidenschaft und probiert dabei auch immer wieder Rezepte aus der veganen Küche aus. Der Kuchen kommt ohne raffinierten Zucker und Mehl aus. Nüsse und Trockenfrüchte bieten gesunde Fette und obenauf trumpft der Kuchen mit den Vitaminen aus der Erdbeere auf.


Für den Boden:
200 bis 300 Gramm Nüsse nach Wahl
eine handvoll Trockenfrüchte nach Wahl
eine Prise Salz
Gewürze nach Wahl, beispielsweise Zimt- oder Korianderpulver

Zwei bis drei Spritzer Süßungsmittel nach Wahl, beispielsweise Agavendicksaft, Dattel- oder Reissirup
Drei bis vier Esslöffel flüssiges, lauwarmes Kokosöl


Alle Zutaten für den Teig kommen zunächst in den Mixer, bis ein klebrig-bröseliger Teig entsteht. Legen Sie eine Springform mit Backpapier aus und drücken Sie den Teig hinein. Geben Sie die Springform ins Gefrierfach, während Sie die „Käse“-Füllung für den Kuchen bereiten.

Vegane „Käse“-Masse:
600
Gramm Cashew-Nüsse, bitte vorher 12 Stunden in heißem Wasser einweichen.
einige
Spritzer Süßungsmittel nach Geschmack und Wahl
drei bis vier Esslöffel flüssiges, lauwarmes Kokosöl
Erdbeeren
Minze

Das Einweichwasser für die Cashews abschütten, dabei ein Glas der Flüssigkeit auffangen, um der „Käse“-Masse bei Bedarf Flüssigkeit hinzugeben zu können. Dann Nüsse, Süßungsmittel und Kokosöl in den Mixer geben und zu einer homogenen Masse verarbeiten. Das Cashew-Mus auf dem Kuchenboden verteilen und die Masse zwei Stunden in den Kühlschrank geben. Danach den veganen „Käse“-Kuchen nach Lust und Laune mit Erdbeeren und Minze garnieren und weitere zwölf Stunden durchziehen lassen.

„Raffiniert“: Caprese mit Erdbeeren und Avocado

Die Kräuterköchin Martina Ruttloff von der Tölzer Kräuter-Erlebnis-Villa hat sich zur Erdbeer-Saison etwas Ausgefallenes und Deftiges ausgedacht: Ein „Caprese-Salat mit Erdbeeren und Avocado“. Für die fruchtige Variation des beliebten „Tomate-Mozzarella“ braucht man:

Für den Salat:
200 g Erdbeeren in Scheiben geschnitten

150 g Cocktailtomaten

125 g Mini Mozzarella Kugeln

Eine Avocado entkernt

Eine Handvoll Giersch aus dem Garten

Ein paar Blätter Basilikum

Etwas Öl

Wildkräutersalz (selbstgemacht oder fertig gemischt)

Balsamico-Creme (evtl. aus eigener Herstellung)

Gierschblüten aus dem Garten zum Dekorieren und Essen

Erdbeeren, Tomaten, Mozzarella und Avocado mit den Kräutern in eine Schüssel geben und vorsichtig vermengen. Mit Wildkräutersalz und Pfeffer kräftig würzen und mit Balsamico Creme und Olivenöl beträufeln. Mit weißen Gierschblüten dekorieren.

Nora Linnerud

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