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Das Thema Geburtshilfe könnte am 30. Januar erneut Thema im Kreisausschuss sein. 

Tölzer Geburtshilfe

Grüne wollen Hebammen und Ärzte hören

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Bad Tölz - Wie viel Geld - wenn überhaupt -  kann der Landkreis für den Erhalt der Tölzer Geburtshilfe zur Verfügung stellen? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, wollen die Grünen im Kreistag jetzt Hebammen und Ärzte zu Wort kommen lassen.

Die geplante Schließung der Geburtshilfeabteilung an der Tölzer Asklepios-Stadtklinik beschäftigt derzeit die Politik. Zuletzt hatte der Kreisausschuss beschlossen, dass Landrat Josef Niedermaier über eine dauerhafte finanzielle Beteiligung des Landkreises an der Geburtshilfe mit den Klinik-Verantwortlichen verhandeln soll (wir berichteten). Letztendlich darüber entscheiden beziehungsweise die Höhe der Beteiligung festlegen muss der Kreistag. 

Vorher wünscht sich die Grünen-Fraktion allerdings noch weitere Informationen zum Thema – und zwar von fachkundiger Seite. Fraktionschef Klaus Koch und Kreisrätin Barbara Schwendner haben einen entsprechenden Antrag formuliert und beantragen für die Kreisausschusssitzung am 30. Januar eine Anhörung zum Thema Geburtshilfe. „Wir bitten darum, Hebammen und Fachärzte aus Bad Tölz und Wolfratshausen einzuladen, damit diese fachliche Informationen über die Bedeutung einer ortsnahen Geburtshilfe aus medizinischer Sicht geben können“, heißt es in dem Antrag. Wichtig ist den Grünen dabei, „dass mögliche reale Gefahren für Mutter und Kind dargestellt werden, falls Gebärende weitere Wege in Kauf nehmen müssten“. Zudem möchte die Fraktion wissen, „welche Bedingungen den natürlichen Verlauf von Geburten, aus Sicht der fachlichen Praxiserfahrung, begünstigen. Zahlen und Fakten über Kaiserschnittraten, mögliche Geburtsschäden und Sterblichkeitsraten von Frauen oder Kindern sollten im Vergleich von zentralen und dezentralen Versorgungsstrukturen erörtert werden.“

Die Grünen erhoffen sich, dass diese Fakten eine weitere Entscheidungsgrundlage für die Frage der finanziellen Beteiligung des Landkreises liefern. „Die Klärung der Frage, welche Strukturen den Frauen im Landkreis die bestmögliche, also sicherste Versorgung für Geburten liefert, erscheint uns prioritär für die Entscheidung im Kreistag zur künftigen Gestaltung der Geburtshilfe, und was diese den Kreishaushalt kosten darf.“ 

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