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Die Jahn-Grundschule in Bad Tölz erhält einen teilweise in den Untergrund eingegrabenen L-förmigen Neubau entlang der Jahnstraße. Der Blick auf den markanten Zwiebelturm soll dadurch nicht beeinträchtigt werden. 

Bauausschuss

Erweiterungsbau der Jahnschule Tölz soll „einzigartig“ werden

Die Jahnschule in Bad Tölz mit ihrem markanten Zwiebelturm prägt das Stadtbild an der Jahnstraße. Nun wird das Gebäude sein Gesicht verändern. 

Bad Tölz Eine „einzigartige Schule“ versprach Stadtbaumeister Florian Ernst, als er am Dienstag im Bauausschuss des Tölzer Stadtrats den Bauantrag für die Erweiterung der Jahn-Grundschule vorstellte. Bereits 2018 hatte der Stadtrat dafür grundsätzlich die Weichen gestellt. Das Projekt soll im September 2022 in Betrieb gehen.

Allen Tölzern dürfte der markante Schulbau mit dem Zwiebelturm an der Jahnstraße bekannt sein. Jetzt soll entlang der Jahnstraße in südlicher Richtung ein weiteres Gebäude entstehen. Im Keller aus Stahlbeton wird eine Einfach-Turnhalle untergebracht. 

Jahnschule bekommt Aula, Lehrküche und einen Probenraum für die Stadtkapelle

Außerdem sind im darüber liegenden L-förmigen Holzgebäude mit flachem, begrüntem Dach eine Aula, zwei Klassenzimmer, zwei Werk- und Textilarbeitsräume, eine Lehrküche, die Mittagsbetreuung und der Probenraum für die Tölzer Stadtkapelle unterzubringen. Auch ein Treppenhaus und ein Lift sind vorgesehen. Zudem wird das bestehende Schulgebäude im Erdgeschoss teilweise umgebaut.

Das ist jedoch nicht die einzige Baumaßnahme auf dem großen Schulareal. Wie berichtet wurde im Süden bereits mit dem Bau eines viergruppigen Kindergartens begonnen. Johannes Gundermann (Grüne) sprach auch die vom benachbarten Turnverein (TV) gewünschte Bewegungshalle an, die jedoch nicht auf dem städtischen Schulgrundstück, sondern südlich der Halle und des TV-Büros gebaut werden soll – der Zeitpunkt ist derzeit jedoch völlig offen.

Zu den künftigen Außenanlagen der Jahnschule gehört auch ein Teich

Stadtbaumeister Ernst schwärmte bei der Vorstellung der Planung von den holzvertäfelten hellen Decken in den Zimmern, den Sitzbereichen und den Außenanlagen, zu denen auch ein Teich gehört, um das anfallende Regenwasser „trotz des schwierigen Baugrundes“ umfangen zu können. Frühere Schüler erinnern sich noch gut daran, dass das zum Krottenbach hin abfallende Gelände damals eher einem Feuchtbiotop glich.

Doris Bigos (Grüne) wollte wissen, ob man sich nicht durch Solarpaneele an der Fassade den Anschluss an das Heizwerk des Landkreises am Alten Bahnhof sparen könne. Hier zeigte sich Bauamtsleiter Christian Fürstberger skeptisch: „Das ist sehr teuer und wenig effektiv, vor allem im Winter.“

Bauantrag für Erweiterung der Jahnschule einstimmig befürwortet

René Mühlberger (CSU), von Beruf Feuerwehrmann, brachte angesichts der beabsichtigten Holzbauweise („offenbar der Baustoff der Gegenwart“) seine Forderung nach ausreichendem Brandschutz zur Sprache. Damit brachte er Stadtbaumeister Ernst, der derzeit das hölzerne Wohnhaus an der Königsdorfer Straße realisiert, aber nicht in Verlegenheit. „Der Brandschutz ist gewährleistet“, meinte er trocken.

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Ebenso konnte er die Frage nach den Stellplätzen beantworten: 32 wären nötig, 34 sind auf dem Gelände vorhanden. Sie können abwechselnd vom Kindergarten- und Schulpersonal sowie (abends) von der Stadtkapelle genutzt werden. Zudem werden ausreichend überdachte Radl- und Rollerabstellplätze gebaut. Und im Westen des Areals, also entlang des Krottenbachs, bestünde auch eine Erweiterungsmöglichkeit für die Schule. 

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Eine Aufstockung des Gebäudes, wie sie Josef Steigenberger (CSU) ins Gespräch brachte, wäre hingegen nicht möglich – und aus optischen Gründen auch nicht gewollt. Der Bauantrag wurde in der vom Stellvertretenden Bürgermeister Michael Lindmair (FWG) geleiteten Sitzung einstimmig befürwortet. Nun ist das Landratsamt als Genehmigungsbehörde am Zug.

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