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Großes Interesse: Zahlreiche Jobsuchende informierten sich in der Stadtbibliothek über Arbeitsmöglichkeiten in der Region. 

Erfolgreiche Veranstaltung

Event in der Tölzer Bibliothek: Jobsuche in ungezwungener Umgebung

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In lockerer Atmosphäre mit Arbeitgebern ins Gespräch kommen: Diese Idee hat in Bad Tölz eingeschlagen. Eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn standen die ersten Besucher vor der Tölzer Stadtbibliothek, um beim „Job-Event“ dabei zu sein.

Bad Tölz –  Eine Stunde später drängten sich etwa 200 Menschen in den Gängen. 21 Firmen stellten sich beim Job-Event vor und präsentierten ihre offenen Stellen. Sechs Firmen beteiligten sich am „Speeddating“: „Die Bewerber bekommen so die Möglichkeit, persönlich bei Arbeitgebern zu punkten, die sonst womöglich ihre Bewerbungsmappe ausgemustert hätten“, erläuterte Katharina Panholzer vom Veranstalter „Neuorientierung null-acht 12“. „Die Firmen lernen so bis zu zwölf Bewerber an einem Tag kennen.“

Als Rahmenprogramm gab es diverse Vorträge: Beate Mader referierte über das Thema, wie man ein berufliches Netzwerk aufbaut. Doris Mühlfeldner gab Tipps zur richtigen Kleidung. Im Vortrag der Industrie- und Handelskammer ging es um Grüdungsformalitäten beim Einstieg in die Selbstständigkeit und steuerliche Fragen.

Wenn man sich in der Stadtbibliothek umhörte, waren sowohl Arbeitgeber als auch Bewerber von der Veranstaltung angetan. „Wir hatten etliche nette Kontakte, einer war sehr vielversprechend“, sagt Dr. Martin Jursa, Geschäftsführer von Jursaconsulting. Die Tölzer Firma entwickelt individuelle Software für Unternehmen. Für eine kleine Firma sei es normalerweise alles andere als einfach, auf sich aufmerksam zu machen. Üblicherweise versuche man neue Mitarbeiter über das soziale Netzwerk „Xing“ zu gewinnen: „Da ist es schwierig, aus der Riege der Mitarbeitersuchenden hervorzustechen. Zwischen Flensburg und hier gibt es viel größere Anbieter.“ Zumal interessante Mitarbeiter schnell ins Visier der Personalvermittler geraten: „Und die überschütten die Kandidaten geradezu mit Nachrichten.“ Angesichts dieser Rahmenbedingungen sei das Job-Event für Jursaconsulting eine ideale Möglichkeit, an neue Mitarbeiter heranzukommen: „Hier können wir unser Plus ausspielen: Ortsbezug und kurze Anfahrtszeit.“ Jursa: „Wenn es hier noch mal so ein Job-Event gibt, werden wir wieder teilnehmen. Ich habe auch von anderen Firmen gehört, dass sie sehr zufrieden waren.“

„Das Job-Event war eine gute Sache“, sagt eine Teilnehmerin

Rundherum zufrieden äußerte sich auch Walter Ertel, Personalleiter bei der Asklepios Stadtklinik: „Wir waren das erste Mal hier und waren sehr positiv überrascht. Es waren viele Leute da, wir haben viele Gespräche geführt. Das Event war bestens organisiert, die Räume haben gepasst, und die Bewerber waren durchweg sehr gut vorbereitet.“ Es sei ungewohnt aber gut, die Kandidaten vor einer Bewerbung kennenzulernen. Auf die Teilnahme am Speeddating verzichtete die Stadtklinik, da sie beim eigenen Aktionstag am 25. Mai ein Speeddating anbietet.

Als „sehr interessant“ empfand Bewerberin Jessica Linseisen das Job-Event. Es sei gut zu sehen, welche Arbeitgeber es in der Region gebe. Sie habe mit einigen gesprochen und viele nützliche Informationen mitgenommen. Was ihr auffiel: „Alle waren sehr freundlich.“

„Das Job-Event war eine gute Sache“, bestätigte die Tölzerin Hanna Rehnert. Sie habe die Möglichkeit genutzt, ihren Lebenslauf von Fachleuten ansehen zu lassen und habe mit fast allen Firmen gesprochen. Wirklich interessant als Arbeitgeber sei für sie als studierte Medientechnikerin aber wohl nur Jursaconsulting: „Mit drei Kindern brauche ich einen Arbeitgeber vor Ort. Murnau wäre im Grunde schon zu weit weg.“

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