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Zahlreiche Bürger brachten im April 2016 ihre Ideen für die Ortsentwicklung ein. Das fertige Konzept wird nun vorgestellt.

Der Fahrplan für die Lenggrieser Zukunft

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Wo liegen die Stärken, wo die Schwächen von Lenggries? Was muss sich in Sachen Verkehr tun? Wie könnte die künftige Gestaltung der Ortsmitte aussehen? Oder zusammengefasst: Wie soll das Lenggries von morgen aussehen? Antworten darauf soll das Ortsentwicklungskonzept liefern. Monatelang haben sich verschiedene Planungsbüros mit dessen Aufstellung befasst. Ideen lieferte der Gemeinderat nach einer zweitägigen Klausurtagung 2015. Es gab Gespräche mit der Wirtschaft und einen Bürger-Workshop im Alpenfestsaal.

Lenggries - Nun ist die Studie fertig. Eine grobe Übersicht lieferten Susanne Rentsch vom Büro Plankreis und Rafael Stegen vom Büro „Salm & Stegen“ in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die große Vorstellung für die Bürger ist am kommenden Mittwoch, 29. März, im Alpenfestsaal geplant. Den Bürgern sollte gezeigt werden, dass Anregungen von ihnen Eingang in das Konzept gefunden haben, sagte Rathauschef Weindl. „Und wir wollen aufzeigen, wie wir weiter vorgehen.“ Endgültig verabschiedet werden soll das Konzept dann in der Gemeinderatssitzung am 24. April.

Das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) – so der offizielle Name – „ist Ihr Fahrplan für die künftigen Ortsentwicklungsprozesse“, erklärte Stegen. Aus der ursprünglichen Bestandsaufnahme wurden Handlungsfelder abgeleitet. Zu denen wurden konkrete Maßnahmen entwickelt und mit Prioritäten versehen. Zu den Zielen gehören beispielsweise die gestalterische Aufwertung des Ortskerns, die Stärkung der landschaftlichen Qualitäten, die Verbesserung der Wegevernetzung und das bessere Erlebbarmachen des Naturraums Isar. Zu Letzterem wird beispielsweise auch der Bau von zwei zusätzlichen Fußgängerbrücken vorgeschlagen. Viele Punkte sind mit Karten- oder Fotomaterial hinterlegt.

Auch auf die Prioritätenliste ging Rentsch kurz ein. Oberste Priorität hat beispielsweise die Umgestaltung des Kirchplatzes, die bessere Integration der Isar, die Umgestaltung des ehemaligen Hotels Post, das die Gemeinde gekauft hat, aber auch die Entwicklung eines Gesamtkonzepts für das Kasernenareal.

Nötig ist das neue Leitbild übrigens nicht nur deshalb, weil sich die Gemeinde so gerne mit der Zukunft auseinandersetzt, sondern auch aus ganz pragmatischen Gründen: „Das ISEK ist Voraussetzung, dass wir in der Städtebauförderung drin bleiben können“, sagte Rathauschef Weindl. Aus diesem Programm hat die Kommune in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Förderungen bekommen – beispielsweise für den Umbau der alten Sparkasse zu Gäste-Info, Archiv und Museum, aber auch für die barrierefreie Gestaltung des Alpenfestsaals und den Bau der öffentlichen Toilette auf der Späth-Wiese.

Weindl sieht das Konzept als „Fundament für die kommenden zehn bis 15 Jahre“. Allerdings handle es sich hier um nichts Starres. „Es können natürlich immer neue Maßnahmen hinzukommen, von denen wir jetzt noch gar nichts wissen.“ Und das Konzept ist kein Selbstläufer: Über jedes Projekt müsse vor der Realisierung aber natürlich noch einmal der Gemeinderat beraten und abstimmen.

Der Informationsabend

zum Entwicklungskonzept am Mittwoch, 29. März, beginnt um 19 Uhr im Alpenfestsaal. Alle interessierten Bürger sind eingeladen.

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