Bretrugsversuch

Falsche Polizisten am Telefon

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Drei Frauen im Tölzer Raum erhielten am Dienstagabend Anrufe von falschen Polizisten. Offenbar handelte es sich um Betrüger, die versuchten, persönliche Daten und sensible Informationen herauszufinden.

Bad Tölz - Nach Angaben der Tölzer Polizei gaben sich die Anrufer als Beamte unterschiedlicher Dienstgrade und Abteilungen beim Landeskriminalamt aus. Sie behaupteten, Einbrecher festgenommen und bei ihnen Zettel gefunden zu haben, die sich auf die jeweiligen Frauen bezogen.

 Eine 82-jährige Tölzerin wurde von dem Anrufer aufgefordert, alles gut zu verschließen. Die Polizei werde später bei ihr vorbeikommen. Einer 66-Jährigen sagte der falsche Polizist, sie möge ihre Wertsachen wegsperren. Eine 75 Jahre alten Tölzerin versuchte der Unbekannte nach ihren Bankdaten beziehungsweise Wertsachen auszufragen. 

Alle drei Frauen reagierten richtig: Sie gaben keinerlei Informationen preis. Zwei der Damen beendeten das Gespräch von sich aus. Bei der 75-Jährigen legte der Betrüger auf, nachdem sie ihn nach einer Rückrufnummer gefragt hatte. 

Im Telefon-Display der Angerufenen erschien teilweise die Nummer 089/110. „Die ist immer ein Hinweis auf potenzielle Straftäter“, warnt der Tölzer Inspektionschef Bernhard Gigl. 

Er rät: In solchen Fällen sollte man keine persönlichen Angaben über sich verraten und schon gar keine Daten wie Kontonummern, PINs oder ähnliches herausrücken. Gigl merkt an: „Wie überzeugend die Täter teilweise agieren, zeigt sich daran, dass der echte Beamte seinerseits erhebliche Mühe hatte, eines der Opfer von seiner Echtheit als Polizeibeamter zu überzeugen.“

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

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