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Ende des Leerstands: In Teile des Moraltparks zieht wieder neues Leben ein.

Moraltpark

Filme statt Disco: Tölzer Kino will erweitern

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Bad Tölz - Nach langem Leerstand kommt neues Leben in die Gebäude am Moraltpark. Ein Fitnessstudio hat eröffnet – und auch für die Räume der ehemaligen Disco Blu gibt es einen Hoffnungsschimmer.

Anfang September eröffnete das neue Fitnessstudio „Dr. Rehmer“ im Moraltpark – dort, wo bis zum Frühjahr 2015 das „World of Sports“ untergebracht war. Zuvor hatte es (wie laufend berichtet) mehrere Betreiberwechsel gegeben: Bis 2009 war das Studio „California“ dort beheimatet, das vom „Phoenix“ abgelöst wurde. Im August 2014 gab es für kurze Zeit erneut ein „California“ am Moraltpark, ehe schon im September schließlich das „World of Sports“ einzog.

Der neue Studio-Inhaber, Herbert Rehmer, weiß um die turbulente Vorgeschichte seiner Immobilie. Dennoch war es dem gebürtigen Tölzer, der Studios in Gmund und Holzkirchen betreibt, ein Anliegen, in seiner Heimatstadt eine Filiale zu eröffnen. „Ich wollte schon 2009 hierher“, sagt er. „Jetzt haben die äußeren Bedingungen gepasst.“

Nebenan hingegen steht die ehemalige Diskothek weiterhin leer. Das „Blu“ war einmal eine Institution in Bad Tölz. Die Nachfolger „Pride Club“, „Part III“ und „Nao“ konnten sich hingegen nie etablieren. Peter Frech, der das „Blu“ führte und die „Blu Gastro GmbH“ schließlich an die „Nao“-Betreiber verkaufte, stimmt das Schicksal der Diskothek traurig. „Die Disco wird nie wieder aufmachen“, prophezeit er. „Ich verstehe es nicht: Wenn man das Konzept des Blu weitergeführt hätte, hätte es funktioniert.“ Es sei schade für Bad Tölz und Umgebung, dass es dort nun keine Disco mehr gebe. „Ich werde sicher keine mehr aufmachen. Ich habe andere Pläne“, sagt Frech.

Besonders bitter sei der Niedergang des ehemaligen „Blu“, da jetzt, nach zehn Jahren, alle baulichen Probleme endlich geregelt seien. Beispielsweise seien nun die Fluchtwege so ausgewiesen, wie sie gefordert waren. „Und dann kommt sowas. Es ist eine Katastrophe, fast zum Weinen.“

Allerdings deutet sich eine neue Nutzung für die ehemalige Disco an. Die Berliner Immobilien-Gesellschaft „Berlinovo“, der das Gebäude gehört, will sich auf Anfrage nicht äußern. Nur so viel: „Wir befinden uns aktuell in Gesprächen mit einigen Interessenten und prüfen Nutzungskonzepte.“ Einer, der Interesse an den Räumen hätte, ist Roland Wolf, Betreiber des Tölzer „Isarkinos“. „Die Überlegungen für eine Erweiterung des Kinos sind da“, bestätigt er auf Anfrage. Denkbar wäre die Schaffung weiterer Kinosäle. Wolf möchte sich im Moment aber nicht im Detail äußern, so lange nichts Konkretes feststeht. „Noch ist alles in der Schwebe.“

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