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Wohnungen statt Alpamare: Das Landratsamt erkennt an der Schützenstraße eine Baulücke und will der Jod AG den Bau von zwei Mehrfamilienhäusern erlauben. 

Bauvorhaben der Jod AG in der Schützenstraße 

Firma will Häuser so hoch wie Tölzer Kirche bauen - und könnte damit durchkommen

Ein viergeschossiges Mehrfamilienhaus neben der evangelischen Kirche in der Schützenstraße und genauso hoch? Die Stadt will das nicht. Doch das Landratsamt sieht das anders...

Bad Tölz – Wer momentan die Schützenstraße entlang spaziert, sieht auf der einen Seite das Krankenhaus und Parkplätze, auf der anderen zwischen Wilhelmstraße und Evangelischer Kirche eine langgezogene Hecke. Sie war früher der Sichtschutz zum Freigelände des Alpamares. Im Juli 2017 hatte die „Alpabob GmbH“, eine Tochter der Jod AG, beantragt, hier zwei große Mehrfamilienhäuser zu errichten. Der Tölzer Bauausschuss hatte dies abgelehnt.

Dafür gab es mehrere Gründe. Zum einen hatte Bauamtsleiter Christian Fürstberger den immerhin 90 Meter breiten Grundstücksstreifen nicht mehr als Baulücke beurteilt. Das Areal ist übrigens nicht Bestandteil des Sondergebiets Bäderviertel, in dem die Stadt derzeit ausschließlich Hotel- und Tourismusnutzung zulässt.

Zum anderen war das westliche viergeschossige Mehrfamilienhaus so hoch wie die Evangelische Kirche daneben. Und das sei immerhin ein Baudenkmal, merkte Stadtbaumeister Hannes Strunz in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung an. Der Antrag kam nun erneut auf den Tisch, da das Landratsamt durchaus eine Baulücke erkennt und in einem Schreiben mit dem Ersetzen des gemeindlichen Einvernehmens droht.

Auch wenn die Jod AG von Anton Hoefter den Baukörper neben der Kirche um ein Stockwerk verringerte, blieben die Räte bei ihrer Auffassung, dass ein 90 Meter-Streifen keine Baulücke darstellt. Sie verweigerten also ihre Zustimmung.

Der Ober sticht den Unter. Sollte die übergeordnete Baugenehmigungsbehörde im Landratsamt den Ausschuss nun überstimmen, verlangt die Stadt wenigstens, dass es sich unter anderem um giebelständige Gebäude mit klarem, rechteckigen Baukörper und flachem Walmdach handeln solle.  

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