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Ehrungen beim Fischereiverein: Für ihre langjährige Treue zum Bezirksfischereiverein Bad Tölz ehrten Vorstand Manfred Haff (li.) und sein Stellvertreter Florian Herzinger (re.) die Mitglieder (ab 2. v. li.) Willi Leitner, Helmut Eberhardt (beide 40 Jahre), Kurt Schreier, Franz Volkmann, Bertl Pany , Alois Martinke, Sepp Mörtl und Volker Bomhard (alle 25 Jahre).

Jahresversammlung

Fischer wollen „Leben ins Wasser bringen“

Nicht tatenlos zusehen will der Bezirksfischereiverein Bad Tölz angesichts des immer stärker werdenden Drucks auf die Fischerei.

Bad Tölz– Gleich zu Beginn der Jahresversammlung nannte Manfred Haff mehrere Probleme, gegen die es anzukämpfen gelte. Der Vorstand nannte aber auch Beispiele, wie man dazu beitragen könnte, den ökologischen Zustand der Gewässer zu verbessern und freute sich über die in jüngster Zeit erfolgte Unterstützung von Seiten des Wasserwirtschaftsamts. Haff: „Hier ist gegenüber früheren Zeiten ein Umdenken erfolgt. Wir sind dankbar, dass etwas für die Fische getan wird. Es zeigen sich erste Erfolge.“

Besonders wichtig ist für den Vorstand, beim Besatz intelligent zu agieren: „Leben ins Wasser bringen, ist eine wichtige Voraussetzung.“ Dabei dankte der Vorsitzende den freiwilligen Helfern, ohne deren Zutun dies nicht möglich wäre. Allerdings verursacht der Kauf enorme Kosten. Für 105,5 Zentner Fische, die in der Isar, dem Kirchsee und Maxlweiher eine neue Heimat fanden, wurden im vergangenen Jahr mehrere zehntausend Euro investiert. „Die Hälfte davon kann als teures Vogelfutter bezeichnet werden“, meinte Haff. Kormorane und Gänsesäger gehören zu den eifrigsten „Fischern“. Zwar wurde die Kormoranverordnung um zehn Jahre verlängert, der Gänsesäger darf jedoch generell nicht bejagt werden.

Ein weiteres Problem stellt der „Freizeitpark Isar“ dar. Immer mehr Schlauchbootfahrer machen es den Fischen schwer, geschützte Plätze für das Ablaichen zu finden. Gewässerwart Michi Gilgenreiner: „Selbstlaicher in die Isar zu bringen, wäre ein großer Erfolg. Dafür benötigen wir zum Schutz der Gewässer jedoch die Unterstützung der Ämter.“ Das Argument, dass sich eine Überwachung des Bootsverkehrs „nicht durchführen lässt, lasse ich nicht gelten“, meinte Haff und hofft auf einen „sanften Tourismus“ auf und an den Ufern der Isar.

Trotz hoher Kosten berichtete Schatzmeister Flori Bomhardt über einen Zugewinn in der Kasse. Mit verantwortlich dafür machte er die Übernahme des Maxlweihers und den dadurch gestiegenen Verkauf an Jahres- und Tageskarten. Hüttenwart Helmut Troidl monierte den geringen Besuch des Hüttenfestes am Kirchsee: „Das war echt traurig.“ Jugendwart Max Härtl freute sich dafür über den guten Zusammenhalt beim Gemeinschaftsfischen mit den Lenggrieser Jungfischern. Die Ehrung langjähriger Mitglieder durch Manfred Haff und seinen Stellvertreter Flori Herzinger bildete den Abschluss.

Hans Demmel

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