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Ganz begeistert von der Flaschenpost, die sie an der Tölzer Isarpromenade gefunden haben: Lea (6) und Linus (3).

Myteriöse Nachrichten im Wasser

Flaschenpost-Grüße aus Bad Tölz

Mysteriöse Nachrichten in der Flasche: Davon ließen sich schon Schriftsteller wie Jules Verne und Michael Ende inspirieren. In der Literatur findet man eine solche Flaschenpost meistens auf offener See oder angespült auf einsamen Inseln in der Südsee. In der Realität war aber in jüngster Zeit die Isar wiederholt Fundort für treibende Botschaften – die entweder hier auf die Reise geschickt wurden oder auch am Ufer lagen.

Bad Tölz – Leider war keine Schatzkarte in der Flasche, die Felix Laubenthal kürzlich in München auf Höhe der Muffathalle in der Isar entdeckte. „Meine Freundin Tracy war gerade weiter draußen beim Schwimmen, als im etwas seichteren Wasser am Ufer eine Flasche angespült wurde“, berichtet er. Die stilechte Rumflasche beinhaltete dafür einen mit roter Schnur umwickelten Brief mit folgender Nachricht: „Hallo Busenfreunde, wir sind die drei Isar-Wale Luan, Janina und Xandi. Wir schicken euch liebe Grüße aus Bad Tölz und hoffen euch bald zu treffen.“

Die Nachricht war in Schreibschrift geschrieben und mit drei Walen illustriert. Laubenthal vermutet, dass es sich bei den Absendern um Kinder der dritten oder vierten Klasse handelt. Das eher veraltete Wort „Busenfreunde“ hätten sie wahrscheinlich bei Erwachsenen aufgeschnappt. „Vielleicht haben aber auch die Eltern den Brief für ihre Kinder geschrieben, oder vielleicht haben sich auch einfach Touristen in Tölz einen Spaß erlaubt“, wägt der Münchner ab.

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Ganz besonders freute sich Laubenthal, als er ein Bild der Flasche samt Brief auf Facebook teilte, der Post „viral“ wurde und 500-mal geteilt wurde. „Gerade als PR-Manager hab’ ich da einen Luftsprung gemacht“, berichtet Laubenthal begeistert. Diverse Menschen schrieben ihn sogar über Facebook an, um sich zu erkundigen, ob er denn schon in Kontakt mit den drei „Isar-Walen“ sei. Eine Mutter erklärte sich bereit, den Post in zwei Tölzer „Mama-Gruppen“ zu verbreiten – jedoch ohne Erfolg.

Gerade weil Laubenthal selbst in seiner Kindheit am Starnberger See immer wieder selbst eifrig Nachrichten per Flasche verschickt hat, hofft er noch immer auf ein Treffen mit den „Isar-Walen“.

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Auch in Bad Tölz war die Freude groß, als Jenny Valenti zusammen mit ihren zwei Kindern Lea und Linus beim Baden an der Isarpromenade in Bad Tölz eine „Stadt-Flaschenpost“ fand. Hinter einem Baum sei sie versteckt gewesen. Der Dichter und Fotograf Bernd Standhardt hinterlässt regelmäßig in ganz Deutschland eine „Stadt-Flaschenpost“, um gute Laune zu verbreiten. Bei der Tölzer Familie Valenti hat er sein Ziel erreicht: Die Kinder rannten aufgeregt zur Mutter, um ihr stolz den Schatz zu zeigen. Die Flasche enthält einen Brief und kleine Schiffchen mit kurzen Botschaften. Der Finder soll angeregt werden, diese Schiffchen zu verschenken.

Linus (3) und Lea (6) freuen sich sehr über ihre „Schlafenpost“, wie sie sie nennen. „Ich will die Schiffchen unbedingt meinen Freundinnen schenken“, sagt Lena. Linus möchte sie aber lieber behalten, als Erinnerung. Schließlich hat er sie ja selbst gefunden. 

Helena Dechentreiter

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