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„Es war eine tolle und spannende Zeit“, sagt Florian Rein (li., mit Sebastian Horn, vorne Mitte) über das Engagement von „Dreiviertelblut“ beim Nockherberg-Singspiel. Das Foto entstand im vergangenen Jahr in der Kulisse des Singspiels. 

„Dreiviertelblut“

Aufhören, wenn’s am schönsten ist

Florian Rein und Sebastian Horn sind beim nächsten Nockherberg-Singspiel nicht mehr dabei. Dafür haben sie andere Pläne.

Bad TölzZeiten ändern sich. Für den Tölzer Schlagzeuger Florian Rein und den Sänger Sebastian Horn jedenfalls tun sich im kommenden Jahr ein paar Dinge. „Wir werden beim nächsten Nockherberg-Singspiel nicht mehr dabei sein“, berichtet Rein.

Der Hintergrund: Musiker Gerd Baumann und Regisseur Markus Rosenmüller stecken nächstes Jahr beide in größeren Projekten und haben schlicht keine Zeit für die doch recht aufwendigen Vorbereitungen für das Musiktheaterstück beim Starkbieranstich. „Gerd Baumann hat in den vergangenen Jahren sein musikalisches Team selbst zusammengestellt, und jetzt gehe ich davon aus, dass wir auch nicht mehr dabei sind.“ Traurig ist Rein deswegen aber nicht. „Es war eine tolle und spannende Zeit, wir waren immerhin fünf Jahre dabei. Es ist vielleicht wirklich gut, am Höhepunkt aufzuhören.“

Wer zukünftig für das Singspiel verantwortlich zeichnet, darüber hat Rein keine Info. „Aber das neue Team sollte jetzt ganz schnell anfangen, sonst wird die Zeit knapp.“

Eine weitere Neuerung betrifft die Formation „Dreiviertelblut“ um Sebastian Horn, bei der Rein am Schlagzeug sitzt: „Ich habe mich entschlossen, nur noch bis Ende des Jahres dabei zu sein.“ Es gebe keine Unstimmigkeiten, sondern schlicht Terminnot. „Es gibt so viele Überschneidungen mit Auftritten von ,The Heimatdamisch‘“, dass sich beides nicht mehr miteinander vereinbaren lässt.“ Ebenfalls aus diesem Grund hatte übrigens Sebastian Horn sein Engagement als Sänger bei „The Heimatdamisch“ aufgegeben. Beide Musiker kümmern sich jetzt jeweils vorrangig um ihre Herzblut-Projekte – die beide hervorragend laufen.

Für Rein wird künftig Andi Haberl am Schlagzeug von „Dreiviertelblut“ sitzen. „Es ist ein große Ehre für mich, von solch einem Top-Schlagzeuger abgelöst zu werden“, freut sich Rein. Haberl, geboren in Holzhausen, lebt mittlerweile in Berlin und hat sich als Jazz-Schlagzeuger deutschlandweit einen Namen gemacht. Er war der ausdrückliche Wunsch-Kandidat von Gerd Baumann, der mit Sebastian Horn das Herz von „Dreiviertelblut“ ist.

Übrigens: Auch das Theaterengagement der Bananafishbones ist beendet. „An der Schauburg gibt es einen neuen Intendanten, und das ganze Team hat gewechselt.“ Über 200 Auftritte in verschiedenen Stücken hat die Tölzer Band in den vergangenen Jahren dort mitgemacht. „Türen gehen zu, andere gehen dafür auf“, konstatiert Rein. Langweilig wird es den Musikern aber mit Sicherheit nicht im kommenden Jahr. Ganz oben auf der Agenda: Das neue Album der Bananafishbones, das jetzt „ganz schön dringend ist“. Auch „The Heimatdamisch“ und „Dreiviertelblut“ wollen für Aufnahmen ins Studio. Zudem gibt es jede Menge Auftritte, beispielsweise die Unplugged-Tour der Fishbones im Dezember und Januar sowie im Oktober ein Konzert von „Dreiviertelblut“ im Prinzregententheater, gemeinsam mit den Münchner Symphonikern. Rein ist da noch dabei. „Und da freu ich mich richtig drauf“.

(Ines Gokus)

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