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Hebammen, die in der Wochenbettbetreuung tätig sind, kommen in den Genuss einer Förderung des Freistaats – und des Landkreises.

Zusagen für Unterstützung

Förderung für Hebammen von Freistaat und Landkreis

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    vonVeronika Ahn-Tauchnitz
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Die Hebammen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen dürfen sich freuen. Einige von ihnen kommen in den Genuss staatlicher Förderung.

Bad Tölz-Wolfratshausen– Während der Landkreis beim staatlichen Förderprogramm für Geburtshilfestationen leer ausgegangen ist, kommen wenigstens die Hebammen, die in der Wochenbettbetreuung tätig sind, in den Genuss einer Förderung des Freistaats – und des Landkreises. Die entsprechenden Bescheide wurden laut Landratsamt vor Kurzem versendet. Insgesamt erhalten 13 Hebammen eine Zuschusszusage für 2019.

Die Unterstützung gibt es für jede Geburtshelferin, die im Landkreis pro Kalenderjahr mindestens 15 Mütter im Wochenbett mit jeweils drei oder mehr Hausbesuchen betreut hat. Hebammen, die mindestens 25 Mütter betreut haben, werden mit einem höheren Betrag unterstützt. Die Höhe des Förderbetrags – inklusive des zehnprozentigen Anteils des Landkreises – beträgt für drei Hebammen jeweils 1100 Euro, zehn Hebammen erhalten jeweils gut 2200 Euro.

Nach der Schließung der Geburtshilfe waren die Befürchtungen groß

Für Landrat Josef Niedermaier ist dies ein wichtiges Zeichen dafür, „dass die Hebammenversorgung insbesondere in der Wochenbettbetreuung im Landkreis unterstützt, gestärkt und gesichert wird“.

Seit die Geburtshilfestation an der Asklepios-Stadtklinik vor drei Jahren geschlossen wurde, bestand auch die Befürchtung, „dass sich Hebammen, die bislang im Einzugsbereich der Stadtklinik ihre Dienstleistungen erbracht haben, räumlich anderweitig orientieren und damit für die werdenden Mütter im Landkreis nicht mehr zur Verfügung stehen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts.

Vor diesem Hintergrund hat der Landkreis mehrere Maßnahmen zur Stärkung und Sicherung der Hebammenversorgung auf den Weg gebracht. Unter anderem wurde auch eine finanzielle Unterstützung für die in Tölz geplante Hebammen-Sprechstunde beschlossen. Wie berichtet schließen sich vier Hebammen zusammen. Sie wollen künftig in Räumen der Asklepios-Stadtklinik eine Sprechstunde anbieten.

Geplante Hebammen-Sprechstunde: Hilfe vom Landkreis

Frauen sollen dort beispielsweise eine Ansprechpartnerin haben, wenn leichte Beschwerden und Unsicherheiten in der Schwangerschaft auftreten. Aber auch Hilfe bei Stillproblemen oder bei Ernährungsschwierigkeiten des Kindes sollen Frauen dort finden – genauso wie eine Beratung bei Fragen zu medizinischen, rechtlichen und psychosozialen Belangen. Es geht allerdings keinesfalls um Leistungen, die unmittelbar mit der Geburt zu tun haben. Das war in den Vorbesprechungen im Kreistag immer wieder ausdrücklich betont worden. Wer Wehen hat, ist in der Sprechstunde falsch.

Der Landkreis unterstützt das Angebot jährlich mit 23 000 Euro – erst einmal für drei Jahre. Heuer gibt es etwas mehr Geld, um die Anlaufzeit für das Angebot zu überbrücken. Wann es genau losgehen kann, steht noch nicht fest. „Die Vorbereitungen laufen aber“, sagt Marlis Peischer, Pressesprecherin am Landratsamt, auf Anfrage.  va

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