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FOS/BOS Bad Tölz verabschiedet 342 Schüler: „Der Wahnsinn“, wie viele eine Eins vor dem Komma haben

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Von: Patrick Staar

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Die Besten der Besten der FOS und BOS: Tim Maurer (Notendurchschnitt 1,23), Elisabeth Eder (1,37), Lea Rauchenecker (1,38), Isabella Buchwieser (1,39), Schulleiter Andreas Stefan, Ines Hamestuk (1,22), Maria Funk (1,04), Emily Frauenrieder (1,04), Max Weber (1,39), Leon Winkler (1,33) und Lars Schmidt (1,38).
Die Besten der Besten der FOS und BOS: Tim Maurer (Notendurchschnitt 1,23), Elisabeth Eder (1,37), Lea Rauchenecker (1,38), Isabella Buchwieser (1,39), Schulleiter Andreas Stefan, Ines Hamestuk (1,22), Maria Funk (1,04), Emily Frauenrieder (1,04), Max Weber (1,39), Leon Winkler (1,33) und Lars Schmidt (1,38). © Patrick Staar

Auf „verrückte Erlebnisse“ blickten Lehrer und Schüler bei der Abschlussfeier an der FOS/BOS Bad Tölz zurück - zum Beispiel darauf, wie die Stimme eines Pädagogen im Supermarkt aus einer Hosentasche erklang.

Bad Tölz – Schwierige Jahre liegen hinter der Beruflichen Oberschule in Bad Tölz. Auf den Notenschnitt wirkten sich die coronabedingten Beschränkungen jedoch nicht allzu negativ aus. Wie im Vorjahr schafften über 60 Schüler der FOS und BOS sogar einer einen Einser-Schnitt. „Das ist der Wahnsinn“, kommentierte der stolze Schulleiter Andreas Stefan.

Fast schon überfüllt war am Freitag das Kurhaus bei der Abschlussfeier. Ein Kontrast zum Vorjahr, als die Schüler schmucklos im kleinen Kreis in sechs Abschlussfeiern mit sechsmal den gleichen Reden verabschiedet wurden.
Fast schon überfüllt war am Freitag das Kurhaus bei der Abschlussfeier. Ein Kontrast zum Vorjahr, als die Schüler schmucklos im kleinen Kreis in sechs Abschlussfeiern mit sechsmal den gleichen Reden verabschiedet wurden. © Patrick Staar

Das Thema Corona wurde in den Abschlussreden nur gestreift. „Das Thema hängt uns vorne und hinten und überall raus“, sagte der Elternbeiratsvorsitzende Oliver Gießler in seiner Ansprache. Auch Andreas Stefan erwähnte Corona nur am Rande: Die Pandemie habe die Abläufe wie in den beiden vergangenen beiden Jahren maßgeblich bestimmt. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit während dieser „ungewöhnlichen und aufreibenden Zeit“.

Lehrer Markus Theil erzählt Lieblingsanekdote

Im Distanzunterricht hätten sich die „verrücktesten Sachen“ zugetragen, ergänzte Moderator und Lehrer Markus Theil. Er habe Eltern, Freundinnen, Lebenspartner, Musikinstrumente und Hunde der Schüler kennengelernt. Seine „Lieblingsanekdote“: Beim Einkaufen in Lenggries habe er sich gewundert, dass er die Stimme eines Kollegen hörte, ihn aber nicht sehen konnte. „Die Stimme kam ungelogen aus der Hosentasche eines Schülers, und der Geschichtslehrer hat im Online-Unterricht gerade die Anwesenheitskontrolle gemacht.“

Insgesamt hätten 342 junge Menschen ihre Abschlüsse erhalten, berichtete Andreas Stefan. 258 schafften das Fachabitur und 84 das Abitur. Bei 61 stand eine Eins vor dem Komma.

Abschlussfeier an FOS/BOS Bad Tölz: Aufruf zu gegenseitigem Respekt

Stefan appellierte an die Schüler, dass sie sich in die Gesellschaft einbringen und nicht nur für sich Verantwortung übernehmen sollen: „Arbeiten Sie außerhalb Ihres Studiums oder Berufs in politischen Parteien, Gewerkschaften, Vereinen und Bürgerinitiativen mit. Eine demokratische Gesellschaftsordnung mit all ihren Freiheiten fordert eine aktive Teilnahme und Unterstützung, um gut bestehen zu können.“ Was geschehen kann, wenn die Bereitschaft zu gegenseitigem Respekt fehlt, könne man beim Krieg in der Ukraine sehen: „Täglich erreichen uns Bilder des Krieges, die uns erstarren lassen und fassungslos machen.“ Mit ihrem Abschluss seien die Schüler gerüstet für alle Herausforderungen und das Leben.

Dies sah auch SMV-Sprecherin Monika Berghammer so: „Glaubt an euch, vertraut darauf, dass ihr den Weg findet. Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“

Hinter Schülern liegen mindestens 2160 Schultage

Bürgermeister Ingo Mehner rechnete hoch, dass hinter den Schülern mindestens 2160 Schultage liegen. In den vergangenen zwölf Jahren hätten sich die Schüler wohl immer wieder gefragt, warum sie bestimmte Dinge lernen. „Aber mit etwas Abstand schaut man anders darauf und ist fasziniert davon, wie viel man davon im Leben tatsächlich braucht.“

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