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Gehören Ende des Jahres der Vergangenheit an: Die Wertstoffinseln. Bürger müssen Leichtverpackungen dann nicht mehr selbst wegbringen.

Neues Entsorgungssystem

Fragen und Antworten zur Gelben Tonne

Die Gelbe Tonne kommt zum 1. Januar - und bringt viele Fragen. Was ändert sich durch das neue Entsorgungssystem? Hier gibt es Antworten.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Die Wertstoffe in der Wohnung sammeln, durch die Gegend fahren, um dann Milchpackungen in übervolle Container zu quetschen: Das gehört ab 1. Januar der Vergangenheit an. Die WGV Quarzbichl führt die Gelbe Tonne im Landkreis ein (wir berichteten). Abfallberaterin Ursula Mackensen beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das neue Entsorgungssystem für Werfstoffe.

Die neuen Verpackungstonnen sind schwarz mit gelbem Deckel.

Warum der Wechsel?

Es ist immer leichter, vorsortierte Wertstoffe zu verwerten. Daher haben das Abfallwirtschaftsunternehmen des Landkreises und die Politik die getrennte Sammlung durch Wertstoffinseln bisher favorisiert. Leider hat sich jedoch im Laufe der Jahre herausgestellt, dass die Standplätze immer mehr durch Abfallablagerungen jeglicher Art verschmutzt werden – eine Zumutung für die Anlieger. Außerdem sinkt die Mitmachbereitschaft: Es wird immer weniger zu den Wertstoffinseln und Wertstoffhöfen gebracht, und es werden zunehmend gemischte Wertstoffe vor die Behälter gestellt. Es muss also ohnehin nachsortiert werden. Der hohe Bring- und Sortieraufwand, den wir unseren Kunden zumuten, ist daher kein Gewinn im Sinn einer besseren Verwertung mehr.

Was gehört in dieVerpackungstonne?

In die Verpackungstonne gehört alles, was bisher über die Wertstoffinseln gesammelt wurde: Verpackungsfolien, Hohlkörper, Becher und Blister, Getränkekartons, Weißblechdosen, Aluminiumverpackungen. Zusätzlich wird Styropor in der Verpackungstonne gesammelt. Nicht-Verpackungen, wie Spielzeug oder Schreibtischunterlagen, gehören nicht hinein. Glas wird weiterhin in den aufgestellten Glascontainern gesammelt.

Kostet die GelbeTonne einezusätzliche Gebühr?

Nein. Die Finanzierung erfolgt durch die dualen Systeme, nicht über Abfallgebühren.

Was passiert mit Wertstoffinseln und Wertstoffhöfen?

Die Wertstoffinseln werden zum Jahreswechsel abgebaut. Die Wertstoffhöfe bleiben für die Erfassung der zahlreichen sonstigen dort angenommenen Wertstoffe bestehen. Leichtverpackungen, die ab diesem Zeitpunkt in der „Gelben Tonne“ gesammelt werden, können dort prinzipiell nur noch in der ersten Übergangszeit abgegeben werden.

Es gibt aber Ausnahmen: Die Sammelstellen bleiben an den Wertstoffhöfen in Bad Tölz, Geretsried (Malvenweg), Wolfratshausen, Entsorgungszentrum Am Vorberg in Greiling und Quarzbichl. Hierhin können Kunden aus beengten Altstadtbereichen ausweichen, die keine Aufstellmöglichkeit für die Verpackungstonne haben, und Kunden, die kurzfristig mehr Verpackungen haben als in die eigene „Gelbe Tonne“ passen.

Welche Behälterwerden ausgegeben, und wie vielebraucht man?

Alle Verpackungstonnen sind schwarz mit gelbem Deckel. Der Regelbehälter fasst 240 Liter und ist damit so groß wie die meisten Papiertonnen. Die Container für Wohnanlagen haben ein Fassungsvermögen von 1100 Liter. Die Behälter werden alle vier Wochen geleert.

Im Ein- bis Zweifamilienhausbereich hängt der Bedarf vom jeweiligen Einkaufsverhalten ab, etwa ob Getränke im Tetrapak gekauft werden oder ob es ein Haustier gibt. Als Anhaltspunkt kann man pro Vier-Personen-Haushalt eine 240-Liter-Tonne ansetzen. Bei Wohnanlagen ist die Zahl der Papierbehälter ein Anhaltspunkt, beziehungsweise man rechnet mit einem 1100-Liter-Behälter für 20 Personen. Zunächst empfiehlt die WGV, die neue Tonne außerhalb eines Tonnenhäuschens aufzustellen und dieses erst umzuplanen, wenn Erfahrungswerte vorliegen.

Muss man sichmelden, um dieGelbe Tonnezu bekommen?

Bei der Verteilung orientiert sich das beauftragte Unternehmen, die dualen Systeme, an der Anzahl der Papiertonnen, was für die meisten Haushalte passen müsste. In diesen Fällen ist keine Bestellung nötig. Die Behälter werden zwischen November und Dezember automatisch ausgeliefert. Melden müssen sich nur die Kunden, die eine andere Stückzahl benötigen. Die erste Leerung erfolgt nach Abfuhrkalender im Laufe des Januar 2018.

Kontakt

Änderungswünsche sollten bis Ende September an die Rudolf Lachner GmbH gerichtet werden, Telefon 08 00/11 43 469 oder E-Mail an konzepte@heinz-entsorgung.de. Dort werden auch Fragen zur Behälterauslieferung und -leerung beantwortet.

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