Justitia – mit Waage und Schwert auf dem Tisch eines Richters. 
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Justitia – mit Waage und Schwert auf dem Tisch eines Richters. 

Gericht 

Nach 16 Halben Bier: „ein ziemlich schlimmer Tag“

  • vonRudi Stallein
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Junge Frau aus Waakirchen muss sich vor dem Amtsgericht den Folgen eines Vollrausches stellen. 

Bad Tölz/Wolfratshausen – Die Angeklagte hat nur schwache Erinnerungen an den 13. Februar diesen Jahres. Aber eines weiß sie gewiss: „Es war ein ziemlich schlimmer Tag.“ Schon morgens um neun habe sie begonnen zu trinken, berichtet die 26-Jährige. Gegen 20 Uhr habe sie die letzte Halbe getrunken – von insgesamt 16.

Zierliche junge Frau trinkt 16 halbe Bier 

„Das man überhaupt so viel reinbringt?“, wunderte sich die zierliche junge Frau. Sie sprach damit aus, was auch der Richter im selben Moment dachte. Der Tag endete mit einer Anklage wegen Körperverletzung, Beleidigung und Hausfriedensbruch.

Bei dem Besuch eines Bistros am Moraltpark in Bad Tölz war die 26-Jährige aus Waakirchen zunächst mit ihrem jüngeren Bruder in Streit geraten. Daraufhin sei sie aufgefordert worden, das Lokal zu verlassen. Was die Frau ignorierte, wie die Staatsanwaltschaft ermittelt hatte. Als die Chefin des Bistros sie am Arm fasste und nach draußen führen wollte, schlug ihr die Angeklagte ins Gesicht und deckte sie mit einer Salve von Schimpfwörtern ein. Wenig später, während ein Polizist ihre Personalien aufnahm, beleidigte sie auch noch den Ehemann der Inhaberin als „Spast“ und „Drogen-Junkie“.

Eskalation in einem Tölzer Bistro 

„Ich weiß nicht mehr, warum es passiert ist“, sagt die Angeklagte, die sich bisher nie etwas hatte zuschulden kommen lassen. Sie vermutete, dass ihr ein Streit mit ihrem Freund einen Tag vor dem Valentinstag zugesetzt habe. Der Zwist mit ihrem Bruder war dann der berühmte Tropfen zuviel. Die ganze Sache war ihr sichtlich peinlich.

Am Ende verließ sie den Gerichtssaal jedoch erleichtert. Denn Richter Helmut Berger verurteilte sie zu einer moderaten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je 15 Euro – insgesamt 600 Euro. Das sind deutlich weniger, als die 2000 Euro aus dem Strafbefehl, gegen den die Frau Einspruch eingelegt hatte.  

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