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Die CSU-Liste (vorne v. li.): Julia Dostthaler, Barbara Fuhrmann, Julia Cabrerizo Polo, Karsten Bauer, Gabriele Frei, Stephanie Schumacher-Gebler und Cornelia Krahe. Hinten v.li.: Christian Kern, Dirk Mentzner, Severin Eichenseher, René Mühlberger, Alexander Weiß, Ingo Mehner, Marcus Stiegler, Christof Botzenhart, Thomas Eberl, Christine Brandl, Wolfgang Armbrust er-Wittmer, Martin Holzapfel und Thomas Baur . Es fehlen Anton Mayer und die abwesenden Kandidaten.

Nominierungsversammlung für den Stadtrat

Frauenpower bei der Tölzer CSU

Da staunte der CSU-Kreisvorsitzende Thomas Holz. Schon im Juli eine Aufstellungsversammlung für den Tölzer Stadtrat. „Respekt!“ Als Grund gab Bürgermeisterkandidat Ingo Mehner an, dass man die Liste voll gehabt habe und deshalb auch keinen Grund gesehen habe, länger zu warten.

Bad Tölz – Hinweise auch aus den Reihen der FWG, dass die CSU ihr Pulver zu schnell verschießen würde, parierte Mehner gelassen: „Da muss ich die Freien Wähler leider enttäuschen – der Wahlkampf hat noch gar nicht angefangen.“

Und dann schwor er seine Truppe unter dem Oberbegriff „Gemeinsam Tölz gestalten“ auf einen Wahlkampf ganz nahe beim Bürger und an der Haustüre ein. Die Themen seien vielfältig: Neben den Klassikern Wohnen und Verkehr will Mehner mehr und vielfältige Arbeitsplätze nach Tölz holen und auf einen Trend aufspringen. Wohnortnahes Arbeiten in schönen Umgebung gewinne immer mehr an Bedeutung. Die Zeit bis zur Wahl im März 2020 will Mehner auch nützen, um Themen, die den Bürgern der Stadtteile unter den Nägeln brennen, zu erkennen und abzuarbeiten. Fürs „Sorgenkind“ Badeteil stellt sich für Mehner nicht die immer gleiche Frage nach Wohnen oder Hotel. Er will auch Geschäfte, Nahversorger und Büros im Kurgebiet sehen.

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Die Aufstellung der Stadtratsliste verlief routiniert, obwohl sie ja durchaus eine historische Note hatte. Der von den Grünen einst eingeführte Frauenproporz war von der CSU früher nur spöttisch belächelt worden. Das war früher. Der Tölzer CSU-Ortsverband praktiziert nun auch – bei einer Gegenstimme von Severin Eichenseher – das Reißverschlusssystem. Nach dem für Mehner gesetzten Listenplatz eins wurden die geraden Listenplätze von 2 bis 14 für die sieben Bewerberinnen reserviert. 2014 waren es sechs, 2008 nur vier Kandidatinnen, erläuterte Ortsverbandsvorsitzender Karsten Bauer stolz. Er hatte noch eine anderen Zahl parat, die interessant ist. Das Durchschnittsalter der Bewerber von 44,5 Jahren ist deutlich niedriger als 2014. „Uns steht im Stadtrat ein Generationswechsel bevor.“ Das ist tatsächlich so, nachdem Schwergewichte wie Anton Heufelder und Ludwig Bauer nicht mehr antreten.

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Die Vorstellung der 24 Bewerber verlief unspektakulär und mit kleinen Holperern: „I bin total fertig“, bekannte einer der Redner angesichts eines Aussetzers schwitzend und heimste Sympathiepunkte ein. Interessant: Dirk Metzner traf als stellvertretender Kurdirektor von Bad Aibling eine durchaus bemekenswerte Aussage über seine Heimatstadt: „Tölz ist eine Perle.“

Ach ja. Auch wenn die Abwesenheit von drei Kandidaten begründet war. Videobotschaften sind offenbar kein Ersatz für persönliche Präsenz. Alle drei (Josef Steigenberger, Ludwig Janker, Matthias Winter) schnitten auffallend schlecht ab. Das beste Ergebnisse erzielte auf Frauenseite Gabriele Frei, die aus der Hotellerie kommt, international viel gesehen hat und damit punkten konnte, dass sie den G7-Gipfel in Elmau mitorganisiert hatte. Bei den Männern wurde der CSU-Ortsverbandsvorsitzende Karsten Bauer von den 37 Stimmberechtigten ganz nach vorne gewählt.

Die Wahlergebnisse im Einzelnen: 1. Ingo Mehner (gesetzt), 2. Gabriele Frei (29), 3. Karsten Bauer (32), 4. Stephanie Schumacher-Gebler (26), 5. Christof Botzenhart (31), 6. Christine Brandl (25), 7. Anton Mayer (30), 8. Julia Cabrerizo Polo (21), 9. René Mühlberger (25, Stichwahl), 10. Julia Dostthaler (19), 11. Thomas Eberl (25, Stichwahl), 12. Cornelia Krahe (18), 13. Josef Steigenberger (23), 14. Barbara Fuhrmann (13), 15. Alexander Weiß (21), 16. Christian Kern (20, 16, Los), 17. Marcus Stiegler (20, 16, Los), 18. Martin Holzapfel (18), 19. Matthias Winter (16), 20. Severin Eichenseher (14), 21. Dirk Mentzner (13), 22. Thomas Baur (12), 23. Ludwig Janker (11) und Wolfgang Armbruster-Wittmer (8). 

Von Christoph Schnitzer

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