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Wollen sich zusammen um brisante Themen kümmern: Die Gründungsmitglieder der Sparte „Dienstleister und freie Berufe“ im Unternehmerverein (v. li.) Johanna Hilgarth, Thomas Götz, Daniela Schäfer, Anselm von Huene, Hans Kaiser, Falko Wiesenhütter und Florian Blickenberge r.

Spartengründung bei „Wir für Tölz“

Freiberufler hadern mit Wohnungsnot und Strafzetteln

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Die Parkplatz-Situation und die Schwierigkeit, junge Mitarbeiter zu finden waren die zentralen Themen, über die die neue Sparte „Dienstleister und freie Berufe“ des Unternehmervereins „Wir für Tölz“ jüngst im „Kolberbräu“ diskutierte.

Bad TölzEinige andere Untergruppen des Vereins hatten sich bereits zuvor gebildet, etwa Handel, Tourismus und Handwerk.

Zwar hatten sich nur wenige Mitstreiter für die Spartengründung zusammengetroffen, diese aber sprachen gleich einige wichtige Punkte an, wie Sprecher Florian Blickenberger auf Anfrage berichtet. „Beispielsweise ist die Wohnungsnot für uns auch ein Problem, wenn es darum geht, junge Mitarbeiter für Tölz zu interessieren.“ Denn für qualifizierte Kräfte sei es eben nicht attraktiv, hier teure Wohnungen und eine schlechte Verkehrsanbindung zu haben. „Da haben es Orte wie Holzkirchen und Wolfratshausen wegen der S-Bahn leichter.“

Ein weiterer Punkt war die Parkplatz-Situation rund um die Marktstraße – diese ist positiv, wie Blickenberger sagt. „Wir haben 1000 Parkplätze rund um die Marktstraße in einer Entfernung von maximal fünf Minuten Gehzeit. Um unser Parkleitsystem beneiden uns größere Städte.“ Die Mitglieder der Sparte würden sich nur ein etwas größeres Entgegenkommen der Stadt wünschen. „Vielleicht sollte man mal nicht ganz so streng sein mit Strafzetteln, auch wenn jemand vielleicht etwas schräg da steht – wie etwa bei den Parkplätzen am Taubenloch.“ Er würde sich wünschen, dass es in Tölz eine Kulanzregelung, wie beispielsweise in Garmisch-Partenkirchen gibt. Dort ist für eine gewisse Zeit das Parken kostenlos, so dass kleine Erledigungen gemacht werden können.

Blickenberger bereitet sich nun schon auf das nächste Treffen am Dienstag, 6. März, vor. „Ich werde dann über die neue Datenschutzverordnung informieren. Das ist gerade für kleinere Betriebe sehr wichtig.“ Er wünscht sich eine größere Anzahl an Teilnehmern. „Von zu Hause zu schimpfen, ist immer leichter. Aber jetzt ist Input gefragt.“ Er findet es ein schönes Zeichen, dass die Stadt mit an Bord ist. „Es zeigt, dass wir wirklich gemeinsam etwas bewegen wollen.“

Eine der größten Herausforderungen der neuen Sparte sei es, dass die Mitglieder so heterogen sind. „Da geht es vom Pflegedienst bis zum Steuerberater. Wir müssen sehen, wie wir die Einzelinteressen unter einen Hut bringen können“, sagt Blickenberger. Jeder könne dabei mithelfen. „Es kommt auf jeden Einzelnen an.“

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