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Amtsgericht

Fuchs erschreckt Autofahrerin

Bad Tölz/Wolfratshausen – Wer einen Unfall baut, muss an der Unfallstelle warten, bis jemand den Schaden aufnimmt. Auch wenn es stockfinstere Nacht ist. Diese Erkenntnis gewann eine junge Tölzerin auf unangenehme Art:

Wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort wurde die Auszubildende (19) zu 400 Euro Geldstrafe verurteilt. Zudem muss sie an einem sozialen Trainingskurs sowie einem Verkehrskurs teilnehmen. Ihr Führerschein wurde für sechs Monate eingezogen.

Am 17. Oktober 2015 war die junge Frau gegen 3 Uhr mit dem Pkw auf dem Heimweg von einer Party, als plötzlich ein Fuchs vor ihr über die Straße huschte. „Ich bin erschrocken und frontal auf den Hydranten gefahren“, schilderte die Angeklagte. „Die Airbags gingen auf, ich habe Panik bekommen, zumal es auch nicht mein Auto war und ich sowieso schon Stress zu Hause hatte.“

Deshalb ließ sie den Wagen stehen und lief zu Fuß nach Hause. Sachschaden am Hydranten: 4400 Euro. „Es tut mir leid, wie es gelaufen ist. Sollte so etwas wieder vorkommen, würde ich sofort die Polizei informieren“, beteuerte die Auszubildende.

Das bewahrte sie nicht vor einem umfangreichen Maßnahmenpaket. „Sie sind getürmt und haben nicht gewartet, ob jemand den Schaden aufnimmt. Das ist ganz klar Unfallflucht“, begründete Jugendrichter Wäckerlin sein Urteil. Und dass ein erheblicher Schaden eingetreten war, hätte die Angeklagte schon durch die Wucht des Aufpralls und das Auslösen der Airbags wissen können.

Rudi Stallein

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