Routine sticht! Sechzig siegt dank Oldie-Toren bei Grünwalder-Rückkehr

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Hanspeter Mair ist Vorsitzender der FWG Bad Tölz.

Jahreshauptversammlung  

FWG-Ziel für 2020: Den Tölzer Bürgermeister ablösen

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Bad Tölz - Von der Zukunft der Alten Madlschule über das Postareal bis hin zur Kommunalwahl 2020: Bei der Mitgliederversammlung der Tölzer FWG gab es viel Gesprächsstoff.

Das dürfte viele Autofahrer freuen: Gut 30 öffentliche Parkplätze sollen schon bald auf dem Tölzer Postareal entstehen. Das stellte Zweiter Bürgermeister Andreas Wiedemann bei der Mitgliederversammlung der Freien Wähler Gemeinschaft (FWG) Bad Tölz in Aussicht. Allerdings handle es sich nur um eine temporäre Lösung, bis das Gelände endlich entwickelt werden könne.

Die Stadt träumt bekanntlich seit vielen Jahren von einer Neugestaltung und Belebung des besagten Areals. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Wiedemann auf Nachfrage des Tölzer Kurier. Zusammen mit seinem Fraktionskollegen Peter Wiedemann und City-Manager Falko Wiesenhütter führe er immer wieder Gespräche mit Hermann Elmering, dem das Areal gehört.

Neben dem Postgelände beschäftigte die rund 30 FWG-Mitglieder bei ihrer Versammlung im Gasthaus „Binderbräu“ vor allem die geplante Immobilien-Rochade von Madlschule, Franzmühle und Kloster. Wie berichtet, gibt es im Rathaus die Idee zu einem Ring-Tausch der drei Grundstücke. Demzufolge könnte die Stadt von der Kirche das jetzige Pfarrheim Franzmühle übernehmen. Die Diözese bekäme das ehemalige Franziskanerkloster, das derzeit im Eigentum der Stadt ist. Die Alte Madlschule ginge an die Tölzer Pfarrei. In diesem Fall bangen der Kulturverein „Lust“ und die „Komische Gesellschaft“ um ihre angestammte Heimat.

Susanne Pienkowski, die in beiden Vereinen sowie bei der FWG Mitglied ist, sollte ihrer Partei ein Stimmungsbild vermitteln. Sie stört sich vor allem daran, dass Bürgermeister Josef Janker (CSU) nicht das Gespräch mit den Betroffenen gesucht habe. Dennoch: Als die Frage aufkam, ob die Alte Madlschule als Kulturhaus erhalten bleiben sollte, stimmten nur etwa die Hälfte der Anwesenden dafür.

Laut dem FWG-Ortsvorsitzenden Hanspeter Mair ist es aber ohnehin noch zu früh, um sich darüber Gedanken zu machen. „Die Fakten, um sich ein Urteil bilden zu können, liegen noch nicht auf dem Tisch.“ Mair spielt damit unter anderem auf ein Gutachten an, das die Stadt in Auftrag gegeben hat, um den Wert der Immobilien zu ermitteln. Erst wenn dies vorliege, könne der Abwägungsprozess beginnen. Doch bereits jetzt sei klar: „Es gibt Vor- und Nachteile.“ So handle es sich bei der Madlschule um eine „tolle Kultureinrichtung“. Der Brandschutz aber sei zum Beispiel äußerst mangelhaft, und „energetisch fehlt es hinten und vorne“.

Von der Madlschule unabhängig zu sehen ist laut Wiedemann der Tausch von Franzmühle und Kloster, dem der FWG-Ortsvorsitzende etwas Positives abgewinnen könnte. So verfüge das Pfarrheim über einen schönen Saal, der gerade für kleinere Veranstaltungen, die im weitläufigen Tölzer Kurhaus untergehen würden, ideal sei. „Das hätte seinen Reiz.“ Eine Einigung sei aber Sache der Stadt und der Kirche.

Neben den üblichen Berichten erinnerte Wiedemann unter anderem an die Radltour, die etwa 20 FWG-Mitglieder und interessierte Bürger im vergangenen Jahr zusammen unternommen hatten. Ziel waren bereits vorhandene, aber auch geplante Bauprojekte in Tölz, wo sich die Bürger vor Ort informieren konnten. 

Diese Bürgernähe, aber auch Werte wie Vertrauenswürdigkeit und Zuversicht hat sich die FWG auch bei ihrer Strategieklausur im Januar auf die Fahnen geschrieben, so Wiedemann. Erklärtes Ziel sei es, bei den Kommunalwahlen 2020 nicht nur mehr Stadträte zu stellen, sondern auch Bürgermeister Josef Janker abzulösen. Auch sollen neue Mitglieder gewonnen werden. Als kleinen Anreiz beschloss die FWG, dass Bürger bis zum einschließlich 30. Lebensjahr künftig für eine Mitgliedschaft nur noch 25 statt 35 Euro im Jahr zahlen müssen.

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