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Patrizia Zewe in ihrer Galerie. Nachfolgerin in den Räumen wird die bekannte Kalligraphin Birgit Haas-Heinrich aus Wackersberg. 

Galeristin verabschiedet sich aus Bad Tölz

Patrizia Zewe sagt Servus

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Bad Tölz – „Ich bin überwältigt. Mit so großem Andrang habe ich nicht gerechnet.“ Patrizia Zewe war am Dienstagabend ganz gerührt, als sie sich bei der „Langen Nacht am Jungmayrplatz“ offiziell aus dem Tölzer Kulturleben verabschiedete.

Wie berichtet geht Zewe nach München zurück. Die engagierte Künstlerin war drei Jahre in Tölz ansässig, zwei Jahre davon war sie auch noch Vorsitzende des Kunstvereins. Mit ihrem offenen Wesen hatte sie auf Anhieb viele Kontakte geknüpft und konnte viele Projekte in der Kurstadt anstoßen – beispielsweise die Freiluftausstellung an der Isar. Ihren ehemaligen Kunstsalon an der Marktstraße hat mittlerweile der Verein übernommen.

„Wenn man auf die Menschen hier offen und freundlich zugeht, kommt das auch zurück“, sagte die 65-Jährige beim Abschiedsgespräch mit unserer Zeitung. „Auch wenn es viel Arbeit war und Stress – der Stress war positiv.“ Unter ihrem persönlichen Motto „Colour your life beautiful“ hat sich Zewe bemüht, Projekte für Frauen anzustoßen. Bleiben wird der Stammtisch „Wir in Tölz“, der sich einmal im Monat trifft.

Zewe hat schon vor ihrem Umzug nach Bad Tölz 2014 eine Galerie in München betrieben. „Eigentlich wollte ich hier erst mal gar nichts machen, aber dann dachte ich mir: Ein Kunstsalon, in dem jeden Monat eine neue Ausstellung gezeigt wird, fehlt einfach“, beschreibt sie ihren Idealismus. „Ich mag es, wenn viele Leute zusammenkommen und man sich kennenlernt.“ Dass sie eine „rheinische Frohnatur“ sei, sei ihr dabei sicher zugutegekommen. Doch obwohl sie schnell im Gespräch war und auch regelmäßig Gäste aus München und Berlin begrüßen konnte, blieb der erhoffte wirtschaftliche Erfolg aus. „Mit Kunst Geld zu verdienen, ist die größte Kunst“, sagt Zewe offen. Das sei in Tölz nicht leicht gewesen.

Ihre Kontakte nach Tölz will sie auch weiterhin pflegen – und andererseits hiesigen Künstlern die Möglichkeit geben, in der Landeshauptstadt auszustellen und sich dort besser zu vernetzen. Der erste Künstler, den Zewe in München präsentiert, ist der Tölzer Architekt Karl Georg Nicklbauer.  müh

„Lange Nacht“ bleibt

Die sechs Künstlerateliers am Jungmayrplatz werden die erfolgreich angelaufene „Lange Nacht“ fortsetzen. Termin ist jeweils am zweiten Dienstag im Monat von 17 bis 20 Uhr.

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