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Beim Jugendchor zeichnet es sich schon ab, dass die Tölzer Stadtkantorei kein Nachwuchsproblem mit schönen Stimmen haben wird. 

Chöre der Stadtpfarrei

Der ganze Kosmos der Kirchenmusik in der Tölzer Stadtpfarrkirche

Einen Hörgenuss gab es für die Besucher des Kirchenkonzerts in der Tölzer Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt.

Bad Tölz – Wer in diesen Tagen anspruchsvolle Musik hören wollte, der hatte die Qual der Wahl. Das kulturelle Leben funktioniert, ja es blüht. Vielerorts haben jetzt auch die Kantoreien keine Mühe gescheut, um die Menschen mit geistlicher Musik auf einen besinnlichen Jahresausklang und Gottes Segen für das neue Jahr einzustimmen. Kirchenmusik gab’s natürlich auch in der Tölzer Stadtpfarrkirche.

Das 500 Jahre alte, spätgotische Gotteshaus war am Sonntag voll, als Choralschola, Jugend-, Kammer- und Kirchenchor von Maria Himmelfahrt zusammen mit einigen Solisten ein sehr abwechslungsreiches Programm gestalteten, das mit einem gregorianischen Gesang voll schlichter Schönheit begann und mit dem weltweit geliebten Lied von der „Stillen Nacht“ ausklang, das nicht nur Musikfreunde, sondern wirklich jede empfindsame Seele anrührt.

Wunderbare Ausflüge in die Kammermusik

Wenn Christoph Heuberger ein Programm zusammenstellt, dann ist das immer auch ein interessanter Ausflug durch einen viele Jahrhunderte umfassenden Kosmos von Kirchenmusik: Auf eine Weise von Max Reger (1873-1916) folgte eine Chormusik von Altmeister Heinrich Schütz (1585-1672). Und neben Francis Poulenc und den bei Kennern der Chormusik geschätzten zeitgenössischen Komponisten Heinz Martin Longquich (1937-2014) und John Rutter (geb. 1945) standen das „Deutsche Magnifikat“ eines Felix Mendelssohn Bartholdy auf dem Programm. Und – ja, auch das gab es am Sonntag – Streichertrios der beiden ganz Großen Franz Schubert und Ludwig van Beethoven sowie von Giuseppe Tartini und François-Joseph Gossec.

Diese wunderbaren kurzen Ausflüge in die absolute Kammermusik hatte das Publikum Heubergers Tochter Elisabeth (Violine) zu verdanken, die zusammen mit ihren Lehrern Markus Wolf (Viola) und Jakob Stepp (Cello) auftrat.

Das Publikum belohnt die Musiker mit großem Applaus

Ansonsten gaben die Eigengewächse der Kantorei den Ton an, die fast durchwegs a cappella, also ohne Orchesterbegleitung, sangen. Dabei kamen alle an die Reihe: Immer wieder ist es eine Freude zu hören, dass die Kantorei dank fundierter Stimmbildung in allen Stimmlagen und auch in allen Altersstufen ständig neue schöne Männer- und Frauenstimmen herausbringt, die auch die Qualität für solistische Aufgaben mitbringen.

Großer Applaus für diese „Vielseitigkeitsprüfung“ der Stadtkantorei.  rbe

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