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Der neue Pächter des Restaurants im „Lindenhof“: Franjo Domic bietet mediterrane Küche an. 

Innenstadt

Gastronomie und Einzelhandel in Bad Tölz: Zwei neue Wirte und etliche Fragezeichen

  • Silke Scheder
    vonSilke Scheder
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Trotz Corona: In Bad Tölz gehen demnächst zwei neue Wirte an den Start. Ungewiss ist indes die Zukunft des „Bräustüberls“. Und auch im Einzelhandel zeichnen sich für die leer stehenden Ladenflächen in der Marktstraße noch keine Lösungen ab.

Bad Tölz – Die gute Nachricht zuerst: Mitte August zieht in den „Lindenhof“ an der Königsdorfer Straße in Bad Tölz wieder Leben ein. „Dabei wollte ich als leidgeprüfte Verpächterin gar keinen Pächter mehr“, sagt Katharina Reichel. Dann allerdings kam Franjo Domic mit einem „sehr überzeugenden Konzept“ auf sie zu – und wischte alle Bedenken Reichels beiseite. „Wir kriegen einen tollen Pächter, ich bin ganz glücklich.“

Auf der Speisekarte des Kroaten steht Reichel zufolge ab 15. August mediterrane Küche „auf hohem Niveau“. Punkten will Domic neben Qualität auch mit einem Mittagsmenü. Unterstützt wird Domic von seiner Frau: Sie übernimmt die Küche, er den Service. Zuletzt hatte das Paar laut Reichel erfolgreich ein Restaurant im hessischen Kronberg geführt. „Das ist ein eingespieltes, erfahrenes Gastro-Ehepaar“, freut sich Reichel.

Schon längst eröffnen sollen hätte der „Ratskeller“ an der Tölzer Marktstraße (wir haben berichtet). Nach rund eineinhalb Jahren Leerstand soll Ende Juli nun wirklich der Betrieb wieder aufgenommen werden – das hofft zumindest die Pächterfamilie Pauli. Der neue Wirt heißt Fotios Liakonas, der zuletzt mit seiner Frau Maria Alexiou die „Alte Schießstätte“ am Schützenweg geführt hat. Zuvor hatte das Paar das „Olympia 776“ im „Lindenhof“ gepachtet. Während Maria Alexiou weiterhin die „Schiaßn“ betreibt, kümmert sich Liakonas künftig um den „Ratskeller“. Auf der Speisekarte stehen ab Ende des Monats der Pächterfamilie zufolge bayerisch-griechische Gerichte.

Zukunft des „Bräustüberls“ ungewiss

Ungewiss bleibt indes die Zukunft des „Tölzer Bräustüberls“. In der Kurstadt geht das Gerücht um, dass die denkmalgeschützte Immobilie an der Wachterstraße verkauft werden soll. Andere wollen erfahren haben, dass der Eigentümer – die Sedlmayr Grund- und Immobilien-AG – plant, das Gebäude kernsanieren zu lassen. Auf Anfrage teilt das Unternehmen mit Sitz in München lediglich mit: „Es ist noch nichts entschieden.“

Nebulös bleibt auch die Zukunft der leer stehenden Geschäftsräume in der Marktstraße. Nach dem corona-bedingten Aus des Franchise-Ladens „Violas Gewürze & Delikatessen“ äußert sich die Immobilien-Inhaberin auf Nachfrage nicht zu den Plänen für die Ladenfläche an der Marktstraße 11.

Alte Sparkassen-Filiale in der Marktstraße bleibt vorerst leer

Unklar bleibt auch, wer in die ehemaligeSparkassen-Filiale an der Tölzer Marktstraße einzieht. Laut Pressesprecher Willi Streicher hat das Geldinstitut einen externen Dienstleister damit beauftragt, ein Nutzungskonzept für die Immobilie zu erarbeiten. Das Ergebnis soll in den kommenden Wochen vorliegen. „Es geht um Varianten und Kosten“, sagt Streicher. Konkret soll das Konzept Antworten liefern auf Fragen wie: Welche Ansprüche hat ein möglicher Nutzer, was müsste dafür umgebaut werden und wie viel würde das kosten? An der grundlegenden Entscheidung, die Fläche wieder dem Einzelhandel zuzuführen, hat sich Streicher zufolge nichts geändert.

Im Juni 2019 war die Sparkassen-Geschäftsstelle im sogenannten Richter-Haus geschlossen und zu einer SB-Stelle umgewandelt worden. Die Sparkasse hatte das ehemalige Modehaus 1991 erworben.

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