Gebirgsschützenkompanie Ellbach

Feierlichkeiten am Gedenkstein

Zweier historischer Ereignisse gedenkt die Ellbacher Gebirgsschützenkompanie an diesem Sonntag.

Ellbach – An zwei Ereignisse erinnert ein Gedenkstein an der Zwieselbrücke, die im Zeller Wald hinter Ellbach, zwischen Kirchbichl und Dietramszell über den Habichauer Bach führt. 1992 wurde der Gedenkstein errichtet: Er erinnert einmal an den 26. Mai 1632, als der Pfleger von Tölz mit Männern vom Markt und der Umgebung einen Zug Schweden angriff, der große Beutemengen nach München schaffen wollte. Plündernd waren sie zuvor durch den Markt Tölz und den gesamten Isarwinkel gezogen. Gut 100 Jahre später trieben dann die Panduren mit Oberst Trenck im Isarwinkel ihr Unwesen. Am 12. April 1742 wollte eine Pandurenabteilung ganze Wagenladungen mit kostbarer Beute über Ellbach und Kirchbichl nach München führen. Es war wieder an der Zwieselbrücke, wo der Beutezug von Tölzer Bürgern und Isarwinkler Bauern angegriffen und zersprengt wurde. Der Adjutant Gondola wurde dabei mit fünf Begleitern getötet. Sie wurden auf dem Kirchbichler Friedhof begraben.

Im Spätmittelalter war das „Landaufgebot“ der Bauern ein Teil der bewaffneten Macht Bayerns. Zunächst waren es vier Obmannschaften die im Gerichtsbezirk Tölz gebildet wurden. Es handelte sich dabei um das Wackersberger-, Fischbacher- , Gaißacher- und Kirchbichler Viertel. In einer für das Landgericht überlieferten Musterungsliste aus dem Jahr 1492 werden für das Kirchbichler Viertel neben den Hauptleuten Hans Draxl zu Kirchbichl und Mair zu Oberhof weitere 82 taugliche Männer namentlich aufgeführt.

In diesen vor über 500 Jahren aufgestellten Wehrmannschaften sehen die Gebirgsschützen ihren Ursprung.

Mit der Jubiläumsfeier am Sonntag hält die Gebirgsschützenkompanie Ellbach die Tradition aufrecht. Die gesamte Bevölkerung ist zur Feier eingeladen. Bei schlechtem Wetter finden die Festlichkeiten im Schützenhaus statt.

Das Programm: Sonntag, 16. Juli: 9.45 Uhr: Aufstellung zum Kirchenzug an der Habichauer Straße, Parkplätze vorhanden; 10.30 Uhr: Feldgottesdienst am Gedenkstein an der Zwieselbrücke; 11.30 Uhr: Vortrag des Oberjägers Ludwig Reitzer über die historischen Ereignisse; 12 Uhr: Festzug zum Auerbauern, anschließend Gartenfest beim Auerbauern. dh

Quelle: Festschrift 1992 Oberjäger Ludwig Reitzer

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