Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest

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Seit die Geburtshilfe in Tölz zu ist, steigen an den Kliniken Starnberg und Wolfratshausen die Geburtenzahlen.

Aus dem Kreistag

Geburtshilfe-Partnerschaft? Starnberg „ist ernsthaft interessiert“

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Um die Geburtshilfe an der Wolfratshauser Kreisklinik dauerhaft zu sichern, ist ein starker Partner notwendig. Nun scheint einer in Aussicht zu sein.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Wunschkandidat ist wie berichtet das Klinikum Starnberg. „Es finden laufend Gespräche statt“, sagte Landrat Josef Niedermaier am Mittwoch in der Sitzung des Kreistags. Am kommenden Montag wird sich der Aufsichtrat der Kreisklinik mit dem Thema befassen und dem Landrat wohl den Auftrag erteilen, eine Vereinbarung mit dem Starnberger Kinikum – wie Wolfratshausen in kommunaler Trägerschaft – zu schließen.

„Starnberg“, so Niedermaier, „ist ausgesprochen ernsthaft an einer Zusammenarbeit interessiert“ – und das aus gutem Grund: Konzipiert war die Starnberger Geburtsklinik ursprünglich für 2400 Babys pro Jahr – eine Zahl, die vergangenes Jahr schon überschritten wurde. Seit der Schließung der Geburtshilfe an der Tölzer Asklepios-Klinik Ende März steigen in Starnberg die Zahlen weiter an. „Im ersten Halbjahr gab es dort heuer schon 1700 Geburten“, sagte der Landrat.

Die Kooperation mit Wolfratshausen hätte also für alle Beteiligten Vorteile. „Es geht nun darum, eine Form für diese Zusammenarbeit zu finden, bei der Wolfratshausen von der ausgewiesenen Exzellenz der Starnberger Klinik profitiert“, erklärte Niedermaier. Für Klinik-Geschäftsführer Dr. Thomas Weiler und Nachbar-Landrat Karl Roth hatte Niedermaier großes Lob übrig. „Die Gespräche sind geprägt von großem gegenseitigen Respekt.“

Wichtig ist Niedermaier, dass man bei der Zusammenarbeit einen Weg findet, der die bisherigen Belegärzte einbindet. Hier hatte Niedermaier auch noch eine gute Nachricht: Dr. Stephan Krone, vormals an der Tölzer Klinik tätig, wird voraussichtlich ab Herbst als zusätzlicher Belegarzt in Wolfratshausen zur Verfügung stehen. Auch den Ärzten und Hebammen dort galt Niedermaiers Dank – vor allem mit Blick auf die in Wolfratshausen deutlich gestiegenen Geburtenzahlen.

Bei aller Euphorie über die sich anbahnende Lösung mit Starnberg – was ist mit dem Standort Bad Tölz? Schließlich besteht der Kreistagsbeschluss aus dem März aus zwei Teilen: Die Verhandlungen mit einem geeigneten Partner sollen nämlich nicht nur den Standort Wolfratshausen sichern und stärken, sondern auch das Betreiben einer Geburtshilfestation in Tölz miteinschließen. „Wir müssen jetzt erst einmal die Geburtshilfe an der Kreisklinik sichern“, sagt Niedermaier auf Anfrage. Danach könne man über Tölz reden. „Aber momentan ist es außen vor.“ 

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